Touristik   |   Aktuelles April 2026




Donnerstag, 30.04.2026

Maibaumaufstellung wieder ein großes Spektakel für Einheimische und Gäste des Weinortes

Es war wieder ein viel beachtetes Spektakel, die Aufstellung des Maibaums auf dem Markelsheimer Marktplatz. Die Tradition wird bereits seit einigen Jahren federführend vom Liederkranz fortgesetzt und mit einem Einmarsch regelrecht zelebriert. Viele Einheimische und Feriengäste haben das Geschehen und die Aufstellung der 25 Meter hohen Tanne aus dem Untertal mit verfolgt. Für die kräftigen Jungs, die den Baum in die Ortsmitte trugen und ihn dann mithilfe des Bokmaier-Krans aufstellten, gab es ebenso viel Applaus wie für den begleitenden Feuerwehr-Spielmannszug, der das anschließende Beisammensein noch mit einigen Beiträgen unterhielt.



Mittwoch, 22.04.2026

Marie-Sophie Lanig: Eine Markelsheimerin im Europäischen Parlament

Quelle: Fränkische Nachrichten / Tauber-Zeitung
Bei der Europawahl 2024 kandidierte Marie-Sophie auf Platz 6 der Landesliste der CDU Baden-Württemberg, verfehlte jedoch zunächst den Einzug in das Parlament. Am 27. März 2026 rückte sie nun für Daniel Caspary ins Brüsseler Parlament nach. Sie engagiert sich in der Jungen Union und Frauen-Union, ist Mitglied des Vorstands des CDU-Bezirks Nordwürttemberg und Digitalbeauftragte der CDU Baden-Württemberg.




Sonntag, 19.04.2026

Winzertänzer verabschieden „unermüdlichen Motor“ - Doreen Pütz übernimmt Vorsitz von ihrem Vater

 Die anwesenden Geehrten zusammen mit dem 2. Vorsitzenden Roland Leiser, der neuen Vorsitzenden Doreeen Pütz und Ortsvorsteher Andreas Lehr.
Die anwesenden Geehrten zusammen mit dem 2. Vorsitzenden Roland Leiser, der neuen Vorsitzenden Doreeen Pütz und Ortsvorsteher Andreas Lehr.
 Der aktuelle Vorstand und Ausschuss mit der neuen und dem verabschiedeten Vorsitzenden Doreen Pütz und Klaus Hartmann (vorn Mitte) zusammen mit Ortsvorsteher Andreas Lehr.
Der aktuelle Vorstand und Ausschuss mit der neuen und dem verabschiedeten Vorsitzenden Doreen Pütz und Klaus Hartmann (vorn Mitte) zusammen mit Ortsvorsteher Andreas Lehr.

Die 44. Generalversammlung der Volks- und Winzertanzgruppe Markelsheim stand ganz im Zeichen des generationenübergreifenden Wandels. Doreen Pütz wurde als neue Vorsitzende gewählt. Ihr Vater Klaus Hartmann gab das Amt nach 15 Jahren ab.

Der scheidende Vorsitzende eröffnete die Versammlung in der Weinstube Lochner und betonte die Bedeutung der farbenfrohen Ochsenfurter Gautracht als kulturelles Erbe, das die Gruppe bei ihren Auftritten stolz repräsentiert. In seinem Rückblick sowie dem Bericht des Schriftführers Andreas Kuhn wurde deutlich, dass das vergangene Jahr von organisatorischen Herausforderungen wie dem Umzug des Vereinslagers von der Zehntscheune in die Schule auf dem Engelsberg geprägt war. Dank der Volksbank-Aktion „Wir für hier“ konnten dort neue Schränke für Trachten und Equipment angeschafft werden. Neben erfolgreichen Auftritten beim Weinfest, im Pflegeheim Advita oder bei der Weikersheimer Kärwe wurde jedoch auch reflektiert, dass die „Tanzbar“ zwar den Nachwuchs einband, aber künftig zugunsten neuer Ideen nicht weitergeführt wird.

Während Tanzleiter Helmut Wenzel die Einstudierung neuer Tänze wie der „Hörnommer Kette“ lobte, mahnte er gleichzeitig eine bessere Probenbeteiligung an, um das Einstudieren komplexer Formationen wie dem „Mühlrad“ zu ermöglichen. Er appellierte eindringlich an die Aktiven, das Tanzen am Freitagabend wieder stärker zu priorisieren, da ohne regelmäßige Übung und den „Adrenalinstoß“ durch Auftritte die Motivation sinke. Ähnliche Herausforderungen skizzierte Jugendleiterin Anja Sonntag-Schurk für die beeindruckende Zahl von 61 Kindern und Jugendlichen in drei Gruppen. Sie blickte gleichwohl auf Höhepunkte wie die Nikolausfeier und die erfolgreiche Einkleidung der Kinder für das kommende Weinfest zurück.

Viel Wertschätzung erfuhr die Gruppe durch Ortsvorsteher Andreas Lehr, der die Tanzgruppe als unverzichtbare, sympathische Werbeträger für den Markelsheimer Wein und die gesamte Region würdigte. Nach der von ihm beantragten einstimmigen Entlastung der Vorstandschaft folgte ein emotionaler Moment: Klaus Hartmann legte nach 15 Jahren an der Spitze sein Amt nieder. Er dankte für das jahrelange Vertrauen und die Unterstützung durch seinen Stellvertreter Roland Leiser sowie den gesamten Ausschuss. Zur neuen ersten Vorsitzenden wurde seine Tochter Doreen Hartmann einstimmig gewählt. In ihrer Antrittsrede betonte sie ihre tiefe Verbundenheit zum Verein, in dem sie bereits seit ihrem vierten Lebensjahr aktiv ist. Sie kündigte an, die Traditionen ihres Vaters mit frischem Wind zu verbinden. Ihre erklärten Ziele sind die verstärkte Akquise junger Tänzer, um den Fortbestand der Gruppe zu sichern, sowie eine aktivere Akquise von Auftritten, um die Sichtbarkeit der Markelsheimer Tracht nach außen zu erhöhen. Sie versprach, den Verein als lebendige Gemeinschaft weiterzuführen, denn der Winzertanz sei weder verstaubt noch starr.

In den weiteren Wahlen bestätigte die Versammlung Roland Leiser einstimmig als zweiten Vorsitzenden, ebenso wie Andreas Kuhn im Amt des Schriftführers und Jutta Michler als Kassiererin. Die Kassenprüfung verbleibt bei Thomas Lehr und Berthold Lochner. Eine erste Verjüngung erfuhr der Ausschuss durch Nina Hammann, die für die nach 13 Jahren ausscheidende Susanne Ankenbrand nachrückte. Komplettiert wird das Gremium durch Magda Bender, Günther Emmert, Anja Sonntag-Schurk, Lukas Halbmann, sowie den nun ehemaligen Vorsitzenden Klaus Hartmann und Tanzleiter Helmut Wenzel.

Der zweite Vorsitzende Roland Leiser hielt eine ebenso herzliche wie humorvolle Laudatio auf Klaus Hartmann, den er als „vereinseigenes Taschenmesser“ und unermüdlichen Motor der Gruppe mit eigener „Müller-Zeitrechnung“ würdigte. Seit 1979 im Verein und von 2011 bis 2026 als erster Vorsitzender tätig, habe Hartmann den Verein länger als jeder seiner Vorgänger geprägt, habe die Gruppe sicher durch die Corona-Pandemie geführt, neue Lagerräume organisiert und die Vereinskasse „mit der Wachsamkeit eines Falken“ im Auge gehabt. Als Zeichen der Anerkennung und als Dank für die Unterstützung seiner Frau Anita, die ihm über Jahrzehnte den Rücken freihielt, überreichte die Gruppe einen Gutschein für eine wohlverdiente Auszeit im Solymar.

Den Abschluss der Versammlung bildeten zahlreiche Ehrungen für langjährige Treue und besonderes Engagement. Neben den in Abwesenheit gewürdigten Mitgliedern Andrea Letter, Petra Moser und Margret Kimmelmann (40 Jahre) sowie Elfi Brand, Sabine Burkert, Herbert Kuhnhäuser und Martina Lochner (25 Jahre) wurde Helmut Schindler, der seine Laufbahn einst als Schlagzeuger der Gruppe begann, für 25 Jahre Vereinstreue geehrt. Jutta Bräuninger erhielt die Ehrennadel für 40 Jahre aktive Mitgliedschaft und ihre vielseitige Arbeit als Gruppenleiterin und im Ausschuss. Besonders hervorgehoben wurde Günther Emmert, der für über 40 Jahre ununterbrochene Tätigkeit im Ausschuss geehrt wurde. Seit 1981 dabei, prägte er den Verein 25 Jahre lang als zweiter Vorsitzender mit und gilt bis heute als unverzichtbares Organisationstalent für Feste und Ausflüge sowie als leidenschaftlicher und sicherer Tänzer. Schließlich wurde Martin Pflügers Probenfleiß als häufigster Teilnehmer an 33 Proben erwähnt.

Mit dem Mix aus Beständigkeit und neuem Elan blickt die Winzertanzgruppe optimistisch auf die kommenden Herausforderungen.


 


Samstag, 18.04.2026

Liederkranz und Gastchöre begeistern beim Frühlingskonzert in Markelsheim

 Der Liederkranz Markelsheim
Der Liederkranz Markelsheim.

Zu seinem traditionellen Frühlingskonzert lud der Gesangverein Liederkranz Markelsheim in die Turn- und Festhalle ein. Vor vollbesetztem Haus boten die Gastgeber gemeinsam mit dem Projektchor „Sunday Voices“ sowie Gastchören aus Robern und Gelchsheim ein Programm hoher sängerischer Qualität, das die Brücke von zeitlosen Klassikern bis hin zur politisch aktuellen Hymne schlug.

Der Vorsitzende des Liederkranzes, Elias Lehr, übernahm nicht nur die Begrüßung, sondern führte mit einer erfrischenden Mischung aus Herzlichkeit und Schlagfertigkeit durch den Abend. Sein Gruß galt besonders den Ehrengästen, darunter Ortsvorsteher Andreas Lehr, die Vertreter des Stadt- und Ortschaftsrates sowie Gerhard Bundschuh vom Chorverband Hohenlohe. Für Lacher sorgte er bei der Begrüßung des Liederkranz-Dirigenten Peter Ruppert. Mit Blick auf die intensive Vorbereitung zog er einen humorvollen Vergleich zum Profifußball: „Solange man gewinnt, fragt keiner nach dem Trainer. Aber wenn man verliert, wird der Trainer sofort ausgewechselt.“ Dass Ruppert keine Angst vor diesem Schicksal haben muss, hatten sie mit dem Eröffnungslied „Wir wandern heute ins Schwabenland“, das Lebensfreude und Heimatverbundenheit versprühte, bewiesen.

Im weiteren Verlauf des Abends band Elias Lehr gezielt „Freiwillige“ aus den eigenen Reihen in die Moderation ein. Schriftführer Stefan Kuhnhäuser präsentierte die deutsche Fassung von Bob Dylans Klassiker „Blowin’ in the Wind“. Er erinnerte daran, dass das Lied angesichts von aktuell über 60 weltweiten Konflikten heute so aktuell sei wie vor 63 Jahren. Einen stimmungsvollen Kontrast bot Tim Leiser, der das Lied „Caprifischer“ ankündigte. Der Beitrag entführte das Publikum ins Italien der 1940er Jahre. Bei der Sehnsucht nach Meer und Sonnenuntergang – und dem passenden „Schlückchen Wein“ – schwelgte die ganze Halle in Urlaubsstimmung.

Als erster Gastchor unterstrich der Männergesangverein Frohsinn Robern unter Leitung von Philipp Mörsberger mit engagierter Performance, Witz und sängerischem Können, wie viel Spaß Chormusik Sängern wie auch dem Publikum bereiten kann. Mit dem „Frühlingsgruß“ sowie dem Titel „Aus der Traube in die Tonne“ von Kurt Lissmann und dem humorvollen Stück „Hase und Jäger“ von Arnold Kempkens ernteten sie großen Applaus für ihre perfekten Vorträge.

Unter Leitung von Oliver Hummel bereicherte der Liederkranz Gelchsheim den Abend als gemischter Chor. Mit Klassikern wie „Kein schöner Land“ und der spielerischen „Launischen Forelle“ von Franz Schubert sowie dem Jäger-Quodlibet von Hans Lang setzten sie einen harmonischen Kontrapunkt zum reinen Männergesang.

Joachim Klein stellte das nächste Lied des Liederkranzes Markelsheim – „Ein Freund, ein guter Freund“ – vor. Er schlug den Bogen vom Filmklassiker „Die Drei von der Tankstelle“ zum Markelsheimer Dorfleben: Auch wenn man sich mal um dieselbe Frau streite, finde man am Ende doch wieder zusammen. Die Botschaft des Liedes aus dem Jahr 1930 wirkte in der Interpretation der Markelsheimer Sänger frisch und authentisch – ein Plädoyer für den Zusammenhalt, der auch den Verein seit Generationen trägt.

Der zweite Teil des Abends stand zunächst im Zeichen des Projektchors „Sunday Voices“. Elias Lehr beschrieb das Ensemble als „Abenteuer“, das von Energie, Leidenschaft und Mut lebe. Dass dieses Abenteuer längst Früchte trägt, bewiesen die Sängerinnen und Sänger unter der Leitung von Peter Ruppert eindrucksvoll. Mit Herbert Grönemeyers Ballade „Halt mich“ gelang ein Einstieg, der das Bedürfnis nach emotionalem Halt in unsicheren Zeiten thematisierte. Den Kontrast dazu lieferte das beschwingte „’s Leben is wiar a Traum“ von der Spider Murphy Gang, das die Zuhörer durch die sprichwörtliche rosa Brille blicken ließ. Tiefgründig wurde es bei dem christlichen Gebet „Lead me Lord“. In einer Zeit, in der weltpolitische Unsicherheiten und Autokraten die Schlagzeilen bestimmen, setzte der Chor hier ein Zeichen für die stärkende Kraft der Gemeinschaft und des Glaubens. Nach dem hoffnungsvollen „So soll es bleiben“ vom Duo „Ich + Ich“ wurde es humorvoll: Mit dem Lied „Mann komm zum Chor“ warben die Frauen des Ensembles augenzwinkernd um männliche Verstärkung – inklusive des Hinweises auf eine wissenschaftlich belegte höhere Lebenserwartung von Sängern. Nach den Liedvorträgen würdigten die Sunday Voices ihren Gründungsvater Stefan Rögner. Als „Kopf, Herz und Papa“ des Projektchores wurde er nach 18 Jahren außerordentlichen Engagements in den „Ruhestand“ als Organisator verabschiedet. Chorleiter Peter Ruppert dankte Rögner mit ungarischem Wein für dessen Vertrauen und kluge Ratschläge. Rögner selbst zeigte sich fast sprachlos, blieb sich aber treu und brachte den Saal mit einer Anekdote über „alte Schachteln“ zum Lachen – ein Beweis für den trockenen Humor, den er über Jahre gepflegt hat. Auch der Dirigent wurde bedacht: Die Sunday Voices dankten Peter Ruppert für seine „Engelsgeduld“ mit einem kulinarischen Menüpaket.

Der Männergesangverein Frohsinn Robern kehrte im zweiten Teil mit einer besonderen Geschichte auf die Bühne zurück. Dirigent Philipp Mörsberger erinnerte an eine „Gelbe Wagen“-Fahrt seines Chores in Markelsheim, die viel Spaß gemacht hatte und auf die auch die Einladung zum Frühlingskonzert folgte. Das Lied „Hab mein Wagen voll geladen“ wurde kurzerhand darauf umgemünzt. Mit dem „Teddybär“ für die tiefen Bässe und dem Kracher „Rock mi“ von Voxxclub brachten das Ensemble das Publikum schließlich zum begeisterten Mitmachen.

Der Liederkranz Gelchsheim setzte den romantischen Kontrapunkt. Von der afrikanischen Savanne in „Can You Feel The Love Tonight“ aus dem Film „König der Löwen“ bis hin zum tiefen Vertrauen in „Ich seh dich“ und der feierlichen Pop-Ballade „Ehrenwort“ der Schweizer Band „Fäaschtbänkler“ bot der gemischte Chor eine Palette großer Gefühle.

Ortsvorsteher Andreas Lehr fand in seinem Grußwort lobende Worte für den Liederkranz: „Ihr seid ein sensationelles Aushängeschild für Markelsheim. Wir sind stolz auf euch!“ Er dankte den Gastchören für ihren Einsatz und scherzte über die Kunst des Weinmachens, die man den badischen Nachbarn gerne näherbringe. dankte Elias Lehr der TSV-Fußballabteilung für die exzellente Bewirtung sowie seinem Beirats-Team, das ihm den Rücken freihält, während das nächste Event – das Maibaumfest – bereits in den Startlöchern steht. Eine neue Sitzgruppe am Radweg Richtung Apfelbach, die der Gesangverein an die Bürger gespendet hat, wurde von der Schlosserei Philipp Roth und dem Bauhof unterstützt, wie Elias Lehr noch dankbar bekanntgab.

Zum krönenden Abschluss bündelten der Liederkranz Markelsheim und der Gastchor aus Robern ihre Kräfte. Gemeinsam schmetterten sie den Santiano-Hit „Santiano“. Das Lied „Auf das Leben“ der Dorfrocker, gemeinsam mit den „Sunday Voices“, setzte danach einen perfekten Schlusspunkt. Mit der Gewissheit, dass die Chortradition in Markelsheim lebendiger ist denn je, ging ein fröhlicher und kurzweiliger Konzertabend zu Ende.

 


 Der Liederkranz Gelchsheim
Der Liederkranz Gelchsheim
 Der Projektchor Sunday Voices
Der Projektchor Sunday Voices
 Der Männergesangverein Frohsinn Robern
Der Männergesangverein Frohsinn Robern


Ehrungen beim Frühlingskonzert

 Die anwesenden, für langjährige aktive und passive Mitgliedschaft im Gesangverein Liederkranz Geehrten.
Die anwesenden, für langjährige aktive und passive Mitgliedschaft im Gesangverein Liederkranz Geehrten..

Wenn der Gesangverein Liederkranz Markelsheim zum Frühlingskonzert lädt, dann schwingt mehr mit als nur die Musik. So wurden zahlreiche Mitglieder für ihre langjährige Treue geehrt. Für zehn Jahre passive Mitgliedschaft wurden Klaus Hartmann und Andreas Kuhn ausgezeichnet. Alois Herrmann wurde für 40 Jahre passive Mitgliedschaft geehrt, wobei Vorsitzender Elias Lehr hervorhob, dass er davon stolze 25 Jahre als aktiver Sänger wirkte. Gleich sechs Namen standen für ein halbes Jahrhundert Vereinszugehörigkeit auf der Liste: Heiner Gruber, Josef Mittnacht, Karl Mittnacht, Peter Braun, Manfred Beetz und Johann Randolt. Karl Mittnacht unterstützte den Chor 14 Jahre lang aktiv, Peter Braun engagierte sich als Beirat und Schriftführer, Manfred Beetz war über 40 Jahre aktiver Sänger und fast drei Jahrzehnte im Beirat tätig. Johann Randolt, bereits seit 2017 Ehrenmitglied, blickt auf sage und schreibe 44 Jahre Beiratstätigkeit und 32 Jahre als Notenwart zurück.

Manfred Beetz nahm die Gäste mit auf eine Zeitreise in die 1970er Jahre. Er erzählte von der Wirtschaft der „Schurke Liesel“ und einer verschworenen Clique, die ihren Stammtisch dort hatte, wo heute eine neue Gaststätte steht. Damals litt der Verein unter Sängermangel – eine Krise, die durch die List des Sangeskollegen Franz Prokosch gelöst wurde. Dessen „flüssige Überzeugungsarbeit“ führte dazu, dass elf junge Sänger auf einmal in die Singstunde kamen.

Für zehn Jahre als aktive Sänger wurden Stefan Bockmeier, Schriftführer Stefan Kuhnhäuser und ebenfalls für zehn Jahre Dirigent Peter Ruppert geehrt. Helmut Schindler blickt bereits auf 25 aktive Jahre zurück. Den besonders langjährigen Aktiven überreichte Gerhard Bundschuh vom Chorverband Hohenlohe die silberne Ehrennadel des Schwäbischen Chorverbandes. Das war zum einen Georg „Schorsch“ Herrmann, den Elias Lehr augenzwinkernd als „Müller trocken“ des Vereins und wichtiges Bindeglied zwischen Jung und Alt würdigte. Uwe Thomas trug seit 1990 die Vereinsfahne. „Man wird die Fahne so schnell nicht los“, witzelte Gerhard Bundschuh, da Thomas auch nach seinem offiziellen Rücktritt als Aushilfe bereitsteht. Alois Olkus, ein Urgestein der Vereinsführung, wurde ebenfalls für 40 Jahre geehrt. Er war unter anderem 22 Jahre lang zweiter Vorsitzender.

Eine spezielle, augenzwinkernde „Klavierträger-Ehrung“ erhielten die Beiratsmitglieder Marco Model und Marius Stilling für ihren körperlichen Einsatz hinter den Kulissen.


 



Freitag, 17.04.2026

Einweihung des sanierten Güterschuppens der Firma Braun in Markelsheim

Mit der feierlichen Einweihung des zum Ausstellungs- und Schulungszentrum umgebauten alten Güterschuppens setzte die Firma Braun Heizungs- und Sanitärtechnik GmbH nicht nur einen Meilenstein in ihrer eigenen Unternehmensgeschichte, sondern schuf auch ein neues architektonisches Aushängeschild für Markelsheim. Familie, Mitarbeiter, beteiligte Handwerksbetriebe, Nachbarn und Ortschaftsräte kamen am Freitag zusammen, um dieses besondere Projekt gebührend zu feiern.

Markus Braun eröffnete die Feierlichkeiten mit einem Rückblick auf die Wurzeln des Familienbetriebs, der im Juli 1979 von Eugen Braun und Alois Kimmelmann gegründet wurde. Er zeichnete den Weg von den ersten bescheidenen Schritten in einer Garage im Wohngebiet bis hin zum heutigen Standort in der Bad Mergentheimer Straße nach und würdigte besonders die Eltern Berta und Eugen Braun. Er betonte, dass der Kauf des Schuppens im Jahr 2006 ein Akt des Weitblicks seines Vaters gewesen sei. Auch wenn die Eltern den heutigen Tag nicht mehr miterleben könnten, sei ihr Geist im Unternehmen und in der Hingabe zum Handwerk allgegenwärtig. Mit einem Augenzwinkern resümierte er, dass das 1871 errichtete Gebäude nicht nur Weltkriege und Krisen, sondern nun auch die Sanierung durch die beiden Brüder überlebt habe.

Dass dieses Projekt weit über die rein betriebliche Nutzung hinausgeht, unterstrich Ortsvorsteher Andreas Lehr in seinem Grußwort. Er bezeichnete die Firma Braun als einen unverzichtbaren Bestandteil der Gemeinschaft, der nicht nur für handwerkliche Exzellenz, sondern auch für menschliche Verlässlichkeit und tiefe Heimatverbundenheit stehe. Aus Sicht der Gemeinde lobte Lehr die Sanierung als ein „Best-Practice-Beispiel“: Ein historisch wertvolles Gebäude sei nicht nur erhalten, sondern mit neuem unternehmerischem Leben gefüllt worden, was das gesamte Bahnhofsumfeld gestalterisch aufwerte. Als Symbol für die kommenden Jahrzehnte überreichte er ein Gästebuch und schloss mit dem passenden Zitat des Schriftstellers Jeremias Gotthilf, wonach ein Haus immer auch der Spiegel derer sei, die es erschaffen haben.

Den detaillierten Einblick in die „Operation am offenen Herzen“ des Gebäudes gab Thomas Braun. Er schilderte die Vision, die bereits 2018 Gestalt annahm: Weg vom reinen Lagerplatz, hin zu einem Raum, in dem moderne, regenerative Heiztechnik und hochwertige Bäder erlebbar werden. Die technischen Herausforderungen waren dabei immens. Da die historische Fassade nicht verändert werden durfte, wurde eine „Haus-im-Haus-Lösung“ mit einer zweiten inneren Gebäudehülle realisiert. Statische Verstärkungen des Dachstuhls mit Stahlträgern ermöglichten es, das Obergeschoss für Schulungen voll nutzbar zu machen. Auch farblich ging man eigene Wege: Statt der ursprünglich vom Denkmalschutz angedachten, ursprünglichen roten Außenfarbe entschied man sich für eine natürliche Holzlasur.

Parallel zum Güterschuppen entstand auf einem neu erworbenen Nachbargrundstück eine moderne Lagerhalle in Holzbauweise, um den weggefallenen Stauraum zu ersetzen – ein logistischer Kraftakt, der zwei Großbaustellen gleichzeitig erforderte. Thomas Braun hob hervor, dass das beeindruckende Endergebnis – insbesondere das „Wow-Gefühl“ beim Betreten der Badausstellung – maßgeblich der engen Abstimmung mit seiner Frau Christin zu verdanken sei, die dem Interieur mit sicherem Gespür für Farben und Materialien seinen Charakter verlieh.

Der Abend klang bei angeregten Gesprächen und regionalen Schmankerln aus, während die Gäste die Gelegenheit nutzten, die neuen Räumlichkeiten zu erkunden. Am „Tag des offenen Güterschuppens“ am Samstag, 25. April 2026, haben nun alle Interessierten von 10.00 bis 17.00 Uhr die Gelegenheit, das sanierte Gebäude sowie die neuen Ausstellungs- und Schulungsräume zu besichtigen und sich ein Bild von der gelungenen Verbindung aus historischer Substanz und moderner Technik zu machen. Neben Beratungen zum Heizungstausch und aktuellen Fördermöglichkeiten gibt es Fachvorträge zu den Themen „Heizen mit Holzpellets“ und „Wärmepumpe im Bestandsgebäude“. Darüber hinaus wird das Carsharing-Angebot des Schäftersheimer Autohauses Hertlein vorgestellt. Der elektrische Volkswagen ID.3 ist bereits seit einem Jahr am Güterschuppen stationiert.




 



Dienstag, 14.04.2026

Markelsheim festigt seinen Status als Erholungsort

 Ortschaftsräte, Weinkönigin, Oberbürgermeister, Verkehrsdirektor und Vertreter des Weinbau- und des Tourismusvereins freuen sich über die Neuprädikatisierung.                                     Bild: Carsten Müller
Ortschaftsräte, Weinkönigin, Oberbürgermeister, Verkehrsdirektor und Vertreter des Weinbau- und des Tourismusvereins freuen sich über die Neuprädikatisierung.       Bild: Carsten Müller.

In einer kleinen Feierstunde im Markelsheimer Rathaus wurde jetzt erneut bestätigt, was für Einheimische und Gäste gelebte Realität ist: Der Bad Mergentheimer Stadtteil kann sich für weitere zehn Jahre mit dem Prädikat „Staatlich anerkannter Erholungsort“ schmücken.

Ortsvorsteher Andreas Lehr begrüßte im Sitzungssaal neben den Ortschaftsräten Weinkönigin Selina Gundling, Oberbürgermeister Udo Glatthaar und Verkehrsdirektor Kersten Hahn sowie Vertreter des Weinbau- und des Tourismusvereins. Lehr betonte in seiner Ansprache, dass diese Rezertifizierung weit mehr als ein bürokratischer Akt sei. Sie sei klares Zeugnis für den hohen Qualitätsanspruch des Weinortes und dessen überregionale Strahlkraft. Da Markelsheim ohne den Weinbau „nichts wäre“, verknüpfte er die Auszeichnung mit einem leidenschaftlichen Appell an die regionale Identität und die Notwendigkeit, den heimischen Weinbau aktiv zu unterstützen: „Trinkt Wein aus dem Taubertal, trinkt Wein aus Markelsheim“, gab er als Devise für die Zukunft aus. Markelsheim sei ein Ort mit Herz und Exzellenz, was die Bestätigung des Titels eindrucksvoll untermauere. Lehr dankte insbesondere den Leistungsträgern vor Ort – vom Weinbau über die Hotellerie bis hin zur Gastronomie.

Oberbürgermeister Udo Glatthaar hob die herausragende Stellung Markelsheims innerhalb der Tourismus-Destination Bad Mergentheim hervor mit der rhetorischen Frage: „Was wäre Bad Mergentheim ohne seinen Wein- und Erholungsort Markelsheim?“ Der Stadtteil sorge für eine Vielfalt im Angebot, die maßgeblich dazu beitrage, dass die Gesamtstadt zu den Top-Tourismuszielen in Baden-Württemberg gehöre. Er verwies auf den großen wirtschaftlichen Wert des Sektors, der mit einem Jahresumsatz von rund 150 Millionen Euro und über 3000 Arbeitsplätzen in der Region ein echtes Schwergewicht darstelle. Glatthaar hob hervor, dass es im Tourismus vor allem auf die „weichen Faktoren“ ankomme. Das Motto der Stadt, „Lebensfreude“, werde in Markelsheim authentisch vorgelebt. Trotz aktueller Herausforderungen wie der Nachfolgeproblematik im Weinbau oder dem notwendigen Bewässerungsprojekt zeige die erneute Prädikatisierung, dass man auf dem richtigen Weg sei und eine klare Perspektive für die Zukunft habe.

Einen Blick hinter die Kulissen des Verfahrens gewährte Verkehrsdirektor Kersten Hahn, der von einem 19-seitigen Antrag berichtete, der über mehrere Jahre hinweg verschiedene Instanzen und personelle Wechsel in der Verwaltung durchlaufen hatte. Gewürdigt wurde dabei auch die frühere Ortsvorsteherin Claudia Kemmer, in deren Amtszeit der Antrag auf Erneuerung des 1988 ausgesprochenen Prädikats gestellt wurde.

Dass sich alle Anstrengungen gelohnt haben, belegen die aktuellen Erfolgszahlen, so Verkehrsdirektor Hahn: Seit dem Start des Prozesses stieg die Bettenkapazität im Ort von 300 auf 330 Plätze, während die Übernachtungszahlen von 24.000 auf beachtliche 35.000 pro Jahr kletterten. Hahn kündigte weitere Neuerungen an, wie etwa die Einbindung Markelsheims in die „Zeig mal“-App und die Errichtung einer neuen Erlebnisstation des Württemberger Weinradwegs. Ein besonderer Meilenstein werde die für den 3. August geplante Eröffnung des neuen Übergangs zum Tauberberg sein.

Die Feierstunde machte deutlich, dass der Erfolg von Markelsheim auf vielen Schultern ruht. Am Ende stand ein gemeinsames Anstoßen auf die Zukunft. Die alte Urkunde von 1988 wird laut Lehr zwar „recycelt“ und wieder aufgehängt, doch der Auftrag bleibt neu: Markelsheim soll auch in den kommenden Jahren ein „Weinort mit Herz und Exzellenz“ bleiben.

Pressemitteilung der Stadtverwaltung Bad Mergentheim:

Markelsheim ist vom Regierungspräsidium Stuttgart für weitere zehn Jahre als „staatlich anerkannter Erholungsort“ prädikatisiert worden. Den Antrag und die dafür notwendigen Nachweise hatte das Tourismusamt der Stadt Bad Mergentheim 2022 eingereicht, woraufhin das RP die Überprüfungen der touristischen Infrastruktur und Kennzahlen einleitete. Mit dem positiven Ergebnis darf Markelsheim nun den Titel „staatlich anerkannter Erholungsort“ nach dem Kurortegesetz bis zur nächsten Überprüfung 2036 weiterführen.

„Das bedeutet für uns weit mehr als nur einen Namenszusatz auf einer Urkunde“, freute sich Ortsvorsteher Andreas Lehr.  „Als staatlich anerkannter Erholungsort führen wir ein Prädikat, das großes Engagement der Weingärtner, Gastgeberinnen und Gastgeber, Gastronomie, der touristischen Leistungsträger, der ehrenamtlichen Zusammenschlüsse und der gesamten Ortsgemeinschaft auf ein Wort verdichtet - und damit auch in besonderer Weise würdigt. Und es ist ein Qualitäts-Versprechen an unsere Gäste!“ Der Weinbau in Markelsheim bildet die Grundlage für den touristischen Erfolg, diesen gilt es in den kommenden Jahren zu erhalten und zu fördern. Markelsheim ist Weinort mit „Herz und Exzellenz“, das bestätigt die Prädikatisierung erneut, so der Ortsvorsteher bei einem kleinen Empfang mit Vertreterinnen und Vertretern des Ortschaftsrates, des Weinbau- sowie des Tourismusvereins, vertreten durch Jürgen Stilling und Tom Weller sowie Weinkönigin Selina Gundling. Auch Andreas Lehrs Vorgängerin Claudia Kemmer – in deren Amtszeit die Antragstellung erfolgte – und als Gast Philipp Kimmelmann freuten sich über die gute Nachricht aus Stuttgart. Philipp Kimmelmann war 1988 Mitarbeiter im Markelsheimer Rathaus und hat damals den langen Weg des ersten Zertifizierungsprozesses eng begleitet.

Oberbürgermeister Udo Glatthaar gratulierte dem größten Stadtteil Bad Mergentheims zur Bestätigung des Prädikats, das kein Selbstläufer sei, sondern immer wieder neu erarbeitet werden müsse. „Markelsheim tritt damit als selbstbewusste Marke innerhalb der Bad Mergentheimer Tourismus-Botschaft der ‚Lebensfreude‘ hervor. Mit dem Weinbau in malerischer Landschaft und seinen Traditionen bringt dieser Stadtteil einen Schwerpunkt in unser touristisches Angebot ein, der so nur hier gesetzt wird. Die erneute Zertifizierung ist sicher auch Lohn für die hervorragende Zusammenarbeit der Stadt mit ihren Ortsteilen, weil sowohl Innenentwicklung als auch Tourismusangebote stetig gemeinsam vorangebracht werden“, sagte der OB.

Markelsheim hält 330 Gäste-Betten bereit, generiert jährlich rund 35.300 Übernachtungen und setzt mit Weinfest, Genießer-Nacht, Weingärten- und Kellerführungen, einem Wein-Lehrpfad, Gelber-Wagen-Rundfahrten oder Weinfässern zum Übernachten viel beachtete Akzente für Erlebnisse und Ausflüge.

Tourismusdirektor Kersten Hahn wies darauf hin, dass es in Markelsheim eine ständige Fortentwicklung gebe. Mit der Aufnahme in den ausgewählten Kreis der baden-württembergischen „Weinsüden Weinorte“ des Landes-Marketings, der Erlebnisstation Württemberg am Weinradweg, dem Weinautomat oder dem aufgewerteten Wohnmobilstellplatz habe der Ort in der jüngeren Vergangenheit gezeigt, dass er sich nach wie vor leidenschaftlich zum Tourismus bekenne. Auch seine ersten „Tourismushelden“ habe das Land Baden-Württemberg hier gefunden.

Oberbürgermeister Udo Glatthaar, Ortsvorsteher Andreas Lehr und Tourismusdirektor Kersten Hahn bedankten sich bei allen Markelsheimerinnen und Markelsheimern, die – egal ob im Hauptberuf, im Ehrenamt, als Botschafterinnen des Weinbaus oder einfach nur als herzlich-gastfreundliche Einwohner – den Urlaubsort gestalten und dessen einzigartigen Charakter leben. Stellvertretend nannten sie den Tourismusverein, der sich diese Aufgabe zu einem besonderen Anliegen gemacht habe – und sie hoben insbesondere den Weinbau hervor.

„Wir verstehen den Titel auch weiterhin als Ansporn“, bekräftigte Andreas Lehr. Der Ortsvorsteher wies in diesem Zusammenhang auch auf das seit 2024 laufende Bundes-Pilotprojekt „LandStation“ hin. Damit werde insbesondere eine zeitgemäß-touristische Nutzung der historischen Zehntscheune mit Fronhof erarbeitet.

Das Prädikat „Erholungsort“ trägt Markelsheim seit dem Jahr 1988. Den ersten Antrag hatte im Jahr 1983 der damalige Oberbürgermeister Dr. Elmar Mauch eingereicht. Als fünf Jahre später die Ernennung kam, wurde dies mit einem Festakt gefeiert und als „beglückend“ (der damalige Ortsvorsteher Michael Halbmann) empfunden, weil der Titel dank der „in reichem Maße gegebenen Voraussetzungen“ (OB Mauch) hochverdient sei und es bis zum Erfolg einen langen Atem brauchte.

Stefanie Boßmeyer, Leiterin der Tourist Information, gibt anlässlich der Rezertifizierung einen Ausblick auf das, was für die kommende Tourismus-Saison in Markelsheim geplant ist. So werde das Produkt „Picknick-Rucksack“ für individuelle Wanderungen derzeit neu konzeptioniert. Der württembergische Weinradweg werde 2026 dank einer Landes-Förderung auf ganzer Strecke attraktiviert. „In diesem Zuge entsteht im Sommer eine neue Info-Stele auf dem Grundstück der Weingärtner-Genossenschaft, um insbesondere Radtouristen noch mehr Wissenswertes und Hintergründe zu vermitteln“, so Stefanie Boßmeyer.

Zudem setze die Tourist Information in diesem Jahr eine eigene interaktive Tour mit der „zeigmal“-App durch Markelsheim um. Entsprechende digital geführte Erlebnis-Rundgänge mit Audios, Videos und „Augmented Reality“ (auf das Smartphone projizierte 3D-Modelle zu einer Örtlichkeit) werden in der Kernstadt bereits mit großem Erfolg angeboten, aktuell für das Jubiläumsjahr unter dem Motto „Quellen neu entdecken“.

Ein Überblick über die weinbaulichen, touristischen und gastronomischen Angebote sowie der Beherberger in Markelsheim ist unter visit.bad-mergentheim.de oder unter www.markelsheim.de zu finden. 




Sonntag, 12.04.2026

Weißer Sonntag in St. Kilian: 16 Kinder feiern Erstkommunion

In Markelsheim haben 16 Kinder in St. Kilian ihre Erstkommunion gefeiert. Der festliche Gottesdienst mit Pfarrer Frey, den Familien, Freunden und Gemeindemitgliedern wurde musikalisch von der Musikkapelle Markelsheim und dem Kinderchor St. Johannes begleitet. In den Wochen zuvor hatten sich die Kommunionkinder intensiv auf diesen Tag vorbereitet. Im Religionsunterricht und in speziellen Gruppenstunden lernten sie die Bedeutung der Eucharistie sowie zentrale Inhalte des christlichen Glaubens kennen.



Mittwoch, 08.04.2026

Tourismusverein sorgt für Publikumsmagnete - Informative Hauptversammlung

Der Tourismusverein Markelsheim ist einer der Akteure für die Attraktivität des Wein- und Erholungsorts. Bei der Hauptversammlung am 8. April in der Weinstube Lochner wurde Bilanz für das Jahr 2025 gezogen.

Schriftführerin Birgit Beck erinnerte an ein prall gefülltes Jahr 2025. Besonders das Erfolgsformat „MAMI“ (Markelsheimer Mittwoch) sowie die von Thomas Bürckert organisierte Genießernacht im November erwiesen sich als Publikumsmagnete. Vorsitzender Thomas Weller dankte seinem Team, insbesondere Birgit Beck sowie den Stellvertretern Martin Beck und Thomas Bürckert, für ihren ehrenamtlichen Einsatz sowie besonders Michaela Schwager, die die Erneuerung des Osterschmucks im Ort organisiert hat, sowie allen, die dann bei der Umsetzung mithalfen. Mit 1,89 Millionen Zugriffen auf die vom Verein gehostete Markelsheimer Homepage und wachsenden Followerzahlen auf Instagram und Facebook erreiche man „praktisch weltweit“ Menschen, so Weller weiter. In seinem Ausblick erwähnte er, dass im Rahmen der baden-württembergischen Literaturtage am 29. September der Literaturkritiker Rainer Moritz zu einem „MAMI-Spezial“ gastiert. Er wird die Geschichte des Schlagers beleuchten – ein Abend, an dem Mitsingen ausdrücklich erwünscht ist.

Kassier Tim Rogner, berichtete von einer positiven Kassenlage. Erhard Braun, der mit Franz Imhof die Kasse geprüft hat, bescheinigte ihm einwandfreie Buchführung. Auf Antrag von Christina Voit, Vorsitzende des Kur- und Tourismusvereins Bad Mergentheim, erfolgte die Entlastung des Vorstands einstimmig. Frau Voit berichtete darüber hinaus über die Weinbergsführungen ihres Vereins sowie über neue Yoga-Kurse für jedermann in Bad Mergentheim.

Verkehrsdirektor Kersten Hahn informierte unter anderem über das 200-jährige Quellenjubiläum in der Kurstadt, über den Regionaltag und die Literaturtage. Markelsheim, so Hahn weiter, werde 2026 mit einem digitalen Rundgang durch den Ort in die „Zeig mal“-App integriert. Eine neue Info-Stele zum Württemberger Weinradweg soll zudem in Markelsheim aufgestellt werden und der Markelsheimer Picknick-Korb sei überarbeitet worden und nun zu einem attraktiveren Preis erhältlich.

Ortsvorsteher Andreas Lehr hob die Bedeutung des Tourismusvereins für den Weinort hervor. Er lieferte außerdem Details zu den anstehenden baulichen Veränderungen. Das 14-Millionen-Euro-Umbauprojekt an Bahnhof und Bahnsteig sei in vollem Gange. Die Entkernung der historischen Zehntscheune ist für Juni geplant. Als Teil des Bundesprojekts „LandStation“ rückt damit auch der langgehegte Wunsch nach einem öffentlichen WC näher. Die Erneuerung des Taubertal-Radwegs nach Igersheim startet im September.



Ostersonntag, 05.04.2026

Traditionelles Osterkonzert markiert Saisonauftakt in Markelsheim

 Immer gut besucht, das traditionelle Konzert der Musikkapelle am Osterbrunnen
Immer gut besucht, das traditionelle Konzert der Musikkapelle am Osterbrunnen.

Es ist eine liebgewonnene Tradition am Ostersonntag: Wenn die Musikkapelle Markelsheim ihre Instrumente vor dem prächtig geschmückten Osterbrunnen anstimmt, beginnt offiziell die touristische Saison im Weinort. Das Konzert, das in Kooperation zwischen dem Tourismusverein und dem Musikverein organisiert wird, lockte auch in diesem Jahr zahlreiche Einheimische und treue Feriengäste auf den Marktplatz.

Thomas Weller, Vorsitzender des Tourismusvereins, begrüßte die Gäste mit einer Hommage an die Heimat. Er buchstabierte „Markelsheim“ Buchstabe für Buchstabe durch: Von M wie Muschelkalk über L wie den österlich geschmückten Lochbach bis hin zum zweiten M „wie unsere erstklassige Musikkapelle.“ Markelsheims Weinkönigin Selina richtete herzliche Grüße an das Publikum und freute sich über die große Resonanz zum Auftakt ihres verbleibenden Amtsjahres. Auch Ortsvorsteher Andreas Lehr lobte das Zusammenspiel der Vereine und die Qualität der Musikkapelle unter der Leitung von Stephan Deppisch. Während Lehr die jüngsten Besucher mit Süßigkeiten erfreute, dankte er dem Tourismusverein für die tatkräftige Belebung des Ortes. Verena Hüttl, Vorsitzende des Musikvereins, hieß die Gäste ebenfalls willkommen und unterstrich die Freude der Aktiven am Spiel sowie die engagierte Arbeit für den Nachwuchs in der Kapelle.

Das Weingut Braun machte mit seinen edlen Tropfen die Leidenschaft für den heimischen Weinbau erlebbar. Ergänzt wurde das österliche Ambiente durch Anita Schönleber aus Unterbalbach, eine gebürtige Markelsheimerin, die ihre handgefertigten Dekorationen präsentierte. Bei schönem Wetter, erstklassiger Blasmusik und anregenden Gesprächen genossen die Besucher eine Veranstaltung, die einmal mehr zeigte, dass in Markelsheim Gemeinschaft großgeschrieben wird.




Tourismusverein Markelsheim
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