Mit der Open-Air Theaterweinprobe bereiteten die Weingärtner Markelsheim dem Publikum einen wunderschönen Abend voller Wärme, guter Stimmung und viel Lachen. Die Mischung aus Theater, tollen Weinen und dem leckeren Essen machte die Atmosphäre zu etwas ganz Besonderem - nicht zuletzt dank der tollen "Tauberberg- Kulisse". Die Piraten fanden natürlich zum Schluss auch ihren Schatz, doch der wahre Reichtum lag im Zusammensein und miteinander Lachen und Genießen. Die gesamte Schäftersheimer Theatergruppe "Doredräwer" hat hervorragend gespielt und den Gästen einen kurzweiligen Abend beschert. Besonders in Erinnerung bleibt bestimmt der prominente "Geist des Weines”, brillant gespielt vom Weikersheimer Bürgermeister Nick Schuppert. Der Abend zeigte eindrucksvoll, wie Theater, Wein und regionale Küche harmonisch zusammenfinden – ein gelungener Beitrag zur regionalen Kultur.
Ein besonderes Jubiläum feiert ein markantes Stück regionaler Gastronomiegeschichte: Die Weinlaube des Restaurants Schurk im Weinort Markelsheim blickt auf 100-jähriges Bestehen zurück. Unter dem Motto „100 Jahre Weinlaube – 100 Tage Genussmomente“ verbindet der heute in fünfter Generation geführte Familienbetrieb seine historischen Wurzeln mit modernen Impulsen.
Die Anfänge des Betriebs reichen historisch bis ins Jahr 1878 zurück, doch der eigentliche Grundstein für das heutige Wahrzeichen fiel im Jahr 1926. Damals pflanzte Viktor Schurk, der die Weinstube und die Bäckerei von seinem Vater Josef Schurk übernommen hatte, die erste Weinrebe im damaligen Privatgarten. Was ursprünglich als reines Herzensprojekt begann, entwickelte sich über die folgenden Jahrzehnte kontinuierlich weiter. Heute ist aus der einstigen Pflanzung ein dichtes Blätterdach gewachsen, das den Gästen im Sommer nicht nur Schatten spendet, sondern auch als lebendiges Symbol für die Beständigkeit und die gärtnerischen Ursprünge des Hauses steht.
Bei der im Garten wachsenden Pflanze handelt es sich um eine Besonderheit mit historischer Tragweite für die gesamte europäische Landwirtschaft. Im 19. Jahrhundert hatte die aus Amerika eingeschleppte Reblaus den Weinbau in Europa weitgehend zum Erliegen gebracht. Die Rettung brachten ausgerechnet widerstandsfähige amerikanische Reben, die als Unterlage für europäische Edelreiser genutzt wurden. Die in der Weinlaube kultivierte Isabella-Rebe, eine Kreuzung amerikanischer und europäischer Reben, überstand die historischen Krisen und liefert bis heute verlässlich Erträge, während sie gleichzeitig das gastronomische Ambiente prägt.
Die Entwicklung zum Bewirtungsbetrieb ist eng mit prägenden Persönlichkeiten der Familie verknüpft. Im Jahr 1945 übernahm Liesel Gruber, im Volksmund bekannt als „Schurken-Liesel“, die Führung des Betriebs. Mit Durchsetzungsvermögen leitete sie das Haus durch die wirtschaftlich schwierigen Nachkriegsjahre. Durch ihre Heirat mit Heinrich Gruber im Jahr 1948 etablierte sich der neue Familienname.
Ein schwerer Einschnitt folgte im Jahr 1971, als ein Scheunenbrand weite Teile der Infrastruktur zerstörte. Die Familie nutzte das Ereignis für einen Neuanfang. Heinrich Gruber junior baute die Weinstube in neuen Räumlichkeiten wieder auf und führte die Tradition engagiert weiter – zusammen mit seiner Frau Erna, die mit viel Liebe zum Detail den Räumen ihre ganz persönliche Handschrift verlieh. Es folgte eine umfassende Modernisierung des Gartens, der durch verschiedene Ebenen strukturiert und mit einem schützenden Glasdach versehen wurde, damit die Terrasse ganzjährig genutzt werden kann.
Seit 2015 liegt die Verantwortung in den Händen der fünften Generation. Die „Schurkenmädels“ Sandra und Aileen leiteten eine gestalterische Neuausrichtung ein, ohne die gewachsenen Strukturen aufzugeben. Ein zeitgemäßes Raumdesign, neu gestaltete Wandflächen und ein abgestimmtes Lichtkonzept sorgen für ein warmes, einladendes Ambiente, das den Spagat zwischen uriger Gemütlichkeit und moderner Architektur vollzieht. Vom winterlichen Rebenschnitt bis zur Traubenentwicklung im Sommer spiegelt das Haus den natürlichen Jahreszyklus wider.
Die Symbiose aus Tradition und Innovation zeigt sich auch im kulinarischen und önologischen Angebot. Neben bodenständigen Klassikern wie dem Zwiebelrostbraten setzt der Betrieb zunehmend auf zukunftsfähige Konzepte. Zum Jubiläum präsentiert die Familie den Jubiläumswein „Sauvitage“ der Weingärtner eG Markelsheim. Diese moderne, pilzresistente und nachhaltige Rebsorte ist vom Sauvignon Blanc inspiriert, besitzt Erbanteile von Riesling und Grauburgunder und liefert frische, vielschichtige Fruchtnoten. Sie steht sinnbildlich für den Weg des Hauses: Den Kreislauf der Natur zu achten und gleichzeitig den Betrieb anforderungsgerecht für die kommenden Jahrzehnte aufzustellen.
Die „Schurken-Familie“ freut sich darauf, während der 100 Jubiläumstage gemeinsam mit Gästen und langjährigen Wegbegleitern auf dieses Jahrhundertprojekt sowie auf viele weitere erfolgreiche Jahre anzustoßen. Dabei bieten verschiedene Jubiläumsmenüs die Möglichkeit, die Feierlichkeiten auch kulinarisch zu genießen. Als bleibende Erinnerung können Besucher zudem einen Präsentkarton mit Jubiläumswein, Jubiläumsglas und der Jubiläumszeitung erwerben und so ein Stück Weinlaube mit nach Hause nehmen. Auch die kleinen Gäste kommen nicht zu kurz: Für sie stehen Malbogen, Buntstifte und Luftballons bereit.
1. Sanierung und Erweiterung der Grundschule am Engelsberg Markelsheim
Der Ortsvorsteher begrüßt Herrn Straub und Herrn Wolfmeyer vom Stadtbauamt und Herrn Prof. Dr. Beck vom Architekturbüro Beck. Der Ortsvorsteher bittet Herrn Prof. Dr. Beck, die aktuelle Planung, den Bauzeitenplan und das weiter Verfahren zur Maßnahme vorzustellen. Das Baugesuch wurde bei der Baurechtsbehörde eingereicht. Beginn der Baumaßnahme ist am 08.06.2026. Zunächst findet der Rückbau statt, so Prof. Dr. Beck. Das finale Farbkonzept für die Fassade werde dem Ortschaftsrat noch vorgelegt. Die Fertigstellung des Hauptgebäudes ist für den 29.07./01.08.2027 geplant. Ortsvorsteher Lehr betont, dass es ein durchgängiges Verfahren ohne Unterbrechungen geben müsse.
Die Frage der Zuhörerschaft, ob die Treppe direkt an der Kirche bestehen bleibe, wurde bejaht. Auch der Fluchtweg aus dem Zehntkeller wird mit geringen Änderungen erhalten und der Ausgang nach draußen außerhalb des Schulgebäudes verlegt, so Prof. Dr. Beck.
2. Forsteinrichtung und Forstbetriebsplan
Der Ortsvorsteher stellt dem Gremium die Forsteinrichtung für den Stadtwald Bad Mergentheim vor. Der Gemeinderat hat für die ersten drei Jahre der Forsteinrichtung den Hiebsatz zunächst um 25 v. H. reduziert. Zudem stellt er die vorgesehenen Maßnahmen für den Markelsheimer Wald für das Jahr 2027 vor, die von Revierförster Timo Renz vorgelegt wurden. Der Ortschaftsrat wird die Maßnahmen im Markelsheimer Wald in seiner Sitzung im Juni 2026 beraten. In der kommenden Sitzung bittet der Ortschaftsrat den Revierförster
zudem, das geplante Verfahren zur Vergabe von Los- und Polterholz darzustellen.
3. Bekanntgaben und Verschiedenes
a. Erteilte Baugenehmigung für Neubau Einfamilienhaus mit Doppelgarage und Einliegerwohnung auf FISt. Nr. 7909, Silvanerstraße 34, .Markelsheim
b. Erteilte Baugenehmigung für Erstellung zweier Gauben im bestehenden Dachgeschoss und eines Stellplatzes auf FISt. Nr. 4651 , Sankt-Urban-Straße 4, Markelsheim.
c. Erteilte Baugenehmigung für Neubau eines Einfamilienhauses mit Doppelgarage auf FISt. Nr. 7915, Bacchusweg 8, Markelsheim.
d. Herzlichen Dank an den Liederkranz Markelsheim, den Freitagsstammtisch, den Spielmannszug und alle beteiligten Firmen und Helfer sowie Träger für das Stellen des Maibaums und das Maibaumfest.
e. Herzlichen Dank dem Weinbauverein und der Weingärtner Markelsheim e.G. sowie allen Beteiligten und Helferinnen und Helfern für die Organisation des 66. Markelsheimer Weinfestes und den großen persönlichen Einsatz.
Verschiedenes:
Der Sachstand zum Gutachten Starkregenereignisse wurde erfragt. Der Ortsvorsteher teilt mit, dass der Ortschaftsrat erste Berechnungen hierzu erhalten habe. Die Gefahrenanalyse wurde erstellt und wird aktuell bewertet. Der Maßnahmenkatalog solle im Laufe des Spätjahres erarbeitet und vorgestellt werden .
Im Anschluss nicht öffentliche Sitzung.
Tourismusverein Markelsheim
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