Touristik   |   Aktuelles März 2026




Dienstag, 31.03.2026

Vorsitzender Jürgen Stilling im Amt bestätigt - Generalversammlung des Weinbauvereins Markelsheim


 

Vorstand und Beirat des Weinbauvereins Markelsheim bleiben für die nächsten vier Jahre nahezu unverändert. An der Spitze wurde Jürgen Stilling im Amt bestätigt, Rainer Hut ist neuer stellvertretender Vorsitzender neben Heinz Kuhnhäuser. Zwischen den Regularien der Generalversammlung im Festsaal der Weingärtnergenossenschaft gab es eine Weinprobe sowie Aussagen zu wirtschaftlichen Herausforderungen und Klimawandel.

Vorsitzender Jürgen Stilling stellte fest, dass der Verein aktuell 88 Mitglieder zählt – ein Zeichen für Stabilität. Rückblickend sprach er von einem „bewegten Jahr“, das nach den schweren Frostschäden 2024 wieder eine reguläre Weinernte ermöglichte. Nach der Verabschiedung von Vivienne Stahl wurde Selina Gundling als neue Repräsentantin im Julius-Echter-Keller in Laudenbach gekrönt. Ein Höhepunkt war das 65. Weinfest unter dem Motto „50 Jahre große Kreisstadt“. Trotz leicht rückläufiger Umsätze zog Stilling ein positives Fazit: „Entscheidend ist, was wir gemeinsam auf die Beine gestellt haben.“ Sein Dank galt den zahlreichen Helfern, dem Frauenbund sowie der Weingärtnergenossenschaft für die Unterstützung.

Der Weinbau, stellte der Redner fest, stehe vor strukturellen Hürden: Steigende Kosten, verändertes Konsumverhalten und internationaler Wettbewerbsdruck. Er appellierte an die Verbraucher, regional zu kaufen. Jeder Schluck regionaler Wein sei ein Statement für den Erhalt der Kulturlandschaft. Wein sei letztlich ein identitätsstiftendes Kulturgut.

Michael Schmitt, geschäftsführender Vorstand der Weingärtner Markelsheim eG, präsentierte drei Weine des Jahrgangs 2025. Ein klassischer Müller-Thurgau stand exemplarisch für die Qualität der neuen Ernte, die nach dem schwachen Jahr 2024 existenziell für die Motivation der Winzer war. Schmitt sprach zudem mögliche Belastungen durch künftige Weinbesteuerungen an. Als Reaktion setze man verstärkt auf leichtere, alkoholreduzierte Weine. Beim Grauburgunder wurde deutlich, wie stark der Klimawandel die Arbeit beeinflusst: Kürzere Erntefenster und hohe Nachttemperaturen erfordern zunehmend Präzision. Der dritte Wein, ein Souvignier Gris, lenkte den Blick auf die pilzwiderstandsfähigen (Piwi-)Rebsorten. Diese nachhaltigen „Zukunftsweine“ stoßen am Markt, etwa bei Messen in Berlin, auf großes Interesse und ziehen neue Kundschaft an.

Schatzmeister Thorsten Wellm stellte die solide Finanzentwicklung vor, mahnte jedoch angesichts steigender Fixkosten zur Vorsicht. Er würdigte Jürgen Stilling für ein Jahrzehnt engagierter Arbeit als Vorsitzender. Seit 2016 habe sich nicht nur die Mitgliederzahl erhöht, auch das Vereinsvermögen habe sich mehr als verdoppelt. Als Dank erhielt Stilling ein Präsent, auch seine Frau Silvia wurde für ihre Unterstützung geehrt. Kassenprüfer Julius Lanig bescheinigte eine einwandfreie Buchführung.

Ortsvorsteher Andreas Lehr unterstrich die Bedeutung der Branche: „Ohne den Weinbau wäre Markelsheim nichts.“ Er forderte politische Maßnahmen zur Stärkung des Sektors, etwa bei Mindestlohnregelungen oder Wettbewerbsnachteilen. Lehr sicherte dem Verein die Unterstützung der Kommune bei Infrastruktur und Projekten zu und lobte das Weinfest als wichtigste Plattform für den heimischen Wein.

Bei den Wahlen wurde Jürgen Stilling als Vorsitzender bestätigt; Rainer Hut folgt als stellvertretender Vorsitzender auf Manfred Wittmann, der in den Beirat wechselt. Weiterer 2. Vorsitzender bleibt Heinz Kuhnhäuser. Als Schatzmeister wurde Thorsten Wellm bestätigt. Wieder in den Beirat gewählt wurden Sven Braun, Christian Lehr, Steffen Pfau, Roland Kleinhans, Franz Imhof, Andreas Gundling und Uwe Thomas. Mit Marvin Schaller rückt die jüngere Generation in den Beirat nach. Thomas Lehr schied nach 16 Jahren als Vorstand und zehn weiteren Jahren im Beirat aus. Jürgen Stilling würdigte Lehrs unermüdlichen Einsatz für den Verein und das Weinfest mit einem symbolischen Geschenk. Thomas Lehr erinnerte sich dankbar an das unkomplizierte Miteinander.

Die Versammlung schloss mit einem Ausblick auf das 66. Weinfest vom 29. bis 31. Mai 2026. Geplant sind bewährte Highlights wie die Eröffnung mit der Weinkönigin, die Erlebniswanderung „Wein trifft Gastronomie“ sowie der traditionelle Buttenlauf am Sonntag. Ein weiteres Ereignis wirft seine Schatten voraus: Die Krönung der neuen Weinkönigin am 2. Mai in der Turn- und Festhalle wird erstmals öffentlich zusammen mit der Frühjahrsweinprobe der Genossenschaft gefeiert. Der Ticketverkauf hierfür hat bei der Weingärtner eG in Markelsheim begonnen.


 

 



Samstag, 28..03.2026

TSV Markelsheim feiert Jubiläum unter dem Motto „Gemeinsam unschlagbar“

Der TSV Markelsheim ist ein sozialer Anker im Ort und eine Gemeinschaft, die mit ihrem Jubiläumsmotto „Gemeinsam unschlagbar“ ein klares Versprechen an die Zukunft abgibt. In der vollbesetzten Turn- und Festhalle feierte der größte Verein des Ortes am vergangenen Wochenende seinen 100. Geburtstag mit einem Festakt, der sich ebenso modern wie traditionsbewusst präsentierte.

Statt Monologen am Rednerpult setzte der TSV auf ein dynamisches Konzept: Eine Verbindung aus festlicher Weinprobe und lockeren Talkrunden, musikalisch umrahmt von der Musikkapelle Markelsheim unter der Leitung von Stefan Deppisch. Vorsitzender Andreas Lehr sprach in seiner Begrüßung von drei zentralen Pfeilern, die diesen Abend und den Verein tragen: Dankbarkeit, Verantwortung und Stolz. Er würdigte die Gründerväter ebenso wie die heutigen Ehrenamtlichen, die den TSV zu dem gemacht haben, was er heute ist: eine agile, sportliche und lebhafte Institution. Dass der TSV gesellschaftlich tief in Markelsheim verwurzelt ist, illustrierte Lehr mit einem historischen Bild von einem Turnfest aus dem Jahr 1929. Darauf zu sehen: Markelsheimer Turner, die eine gläserne Traube mit sich führten – ein Symbol für die Verbindung zwischen Sport und Weinbau. Passend dazu wurde der Abend als Weinprobe zelebriert. Den Auftakt machte eine Silvaner Spätlese, moderiert von Weinkönigin Selina Gundling.

Talkrunden statt klassicher Grußworte

Anstatt klassischer Grußworte bat der stellvertretende Vorsitzende Alexander Eidel gemeinsam mit Andreas Lehr die Ehrengäste zu einer ersten Talkrunde auf die Bühne. Hier zeigten sich die Vertreter aus Politik und Sport von ihrer persönlichen Seite und sparten nicht mit Lob für die Leistungen des Jubelvereins. Landrat Christoph Schauder outete sich sympathisch als „eher passiver Sportler“, betonte jedoch die immense Bedeutung der Vereine für das Dorfleben. Der Vizepräsident des Landtags, Professor Dr. Wolfgang Reinhart, blickte auf seine eigene sportliche Karriere als Leichtathlet zurück. Er bezeichnete Sport als „Tätigkeitsform des Glücks“ und wies auf die Rekord-Sportförderung des Landes von über 600 Millionen Euro hin. Markus Frank, Präsident des Schwäbischen Turnerbundes, lobte die Bodenständigkeit des TSV und gab schmunzelnd zu, dass ihn neben der sportlichen Verbundenheit auch die „legendären glutenfreien Kuchen“ und seine familiären Wurzeln immer wieder gerne nach Markelsheim führen. Oberbürgermeister Udo Glatthaar gratulierte dem TSV dazu, nicht nur der größte Verein in Markelsheim zu sein, sondern auch der zweitgrößte in der gesamten Großen Kreisstadt Bad Mergentheim. Er bezeichnete den TSV als „soziales Herz“ und „sozialen Kitt“ der Gemeinschaft. Besonders hob er das Engagement hervor, junge Menschen an das Ehrenamt heranzuführen und sicherte dem Verein auch weiterhin die Unterstützung der Stadt zu. Während er heute die Radwege des Taubertals mit seinen Enkeln genieße, hätte in seiner Jugend ein verstauchter Fuß zum „Fußballverbot“ geführt.  Diese Steilvorlage nutzte Andreas Lehr für einen Vorstoß in Sachen Infrastruktur. Mit Blick auf die zwar gemütliche, aber für den modernen Sportbetrieb „nicht mehr taugliche“ Festhalle bot er dem OB einen Deal an: „Wenn wir das mit einer neuen Halle schnell hinkriegen, lade ich Sie ein, noch einmal in der Liga mitzukicken.“ Unterstützung kam prompt von der sportlichen Spitze: Markus Frank und Landtagsvizepräsident Wolfgang Reinhart verwiesen auf den „Solidarpakt Sport 5“ – ein Förderpaket des Landes mit nie dagewesenen Summen. Welche Strahlkraft der Verein über die Ortsgrenzen hinaus besitzt, unterstrich Sportkreisvorsitzender Volker Silberzahn. Besonderes Lob gab es für die boomende Tennisabteilung und die beeindruckende Anzahl an Sportabzeichen, die Jahr für Jahr abgelegt werden. Als Anerkennung für das jahrhundertelange Engagement überreichte Silberzahn im Namen des Württembergischen Landessportbundes (WLSB) die Ehrenurkunde sowie Schecks des Verbandes und des Sportkreises zur Unterstützung der Vereinsarbeit.

Großer Gemeinschaftssinn

Michael Schmidt, Vorstandsvorsitzender der Weingärtner Markelsheim e.G., präsentierte den zweiten Wein des Abends: einen 2025er Souvignier Gris. Weinbau und Sport seien essenziell für die Markelsheimer Identität. Im zweiten Zeitfenster des Abends (1950er und 60er Jahre) führten Ehrenvorsitzender Alois Schmitt und Schriftführerin Melanie Frank die Gäste zurück in eine Ära, die von großem Gemeinschaftssinn geprägt war. „Der TSV hat sich hier als extrem resistent erwiesen und ein Fundament für stabile Erträge geschaffen“, so Melanie Frank. Ein besonderer Gast dieser Runde war das Markelsheimer „Gedächtnis“ Klaus Gschwind. Er, dessen Haus einem Museum gleicht, erinnerte sich an die Zeit vor der Halle, als in der „Gemeindedarre“ an einem selbstgebauten „Steckreck“ (zwei Balken mit ausgestemmten Vierkanten) geturnt wurde. Ein Highlight seiner Erzählungen: Die enge Freundschaft zur Turnlegende Eberhard Gienger, der während seiner Weltkarriere Postkarten aus aller Welt an seine Markelsheimer Turnkameraden schickte. Ein weiterer „Fels in der Brandung“ des Vereins wurde besonders gewürdigt: Karl Eidel. Seit fast 50 Jahren steht er Woche für Woche in der Halle und trainiert die Jugend. Er erinnerte an legendäre Kreis-Wettkämpfe, die neben Geräteturnen und Pendellauf auch eine Disziplin enthielten, die heute in Sportvereinen Seltenheit hat: das gemeinsame Singen. „Wir haben das mit vollem Herzen gemacht“, so Eidel. Ehrenvorsitzender Alois Schmitt ergänzte, dass das Turnen die „Keimzelle“ für alles Weitere war. Ob Tennis, Fußball oder Tischtennis – die Markelsheimer Kinder seien immer „ein bisschen beweglicher“ gewesen, weil sie in der Halle ihren ersten Purzelbaum unter den Augen von Urgesteinen wie Alois Leiser gelernt hatten. In den 60er- und 70er-Jahren entwickelte sich der TSV dann vom reinen Turnverein zum „Allrounder“ für die ganze Familie.

Ein besonderer Applaus galt Ehrenmitglied Ruth Boßdorf, die unglaubliche 56 Jahre als Übungsleiterin aktiv war. Sie war es, die das Mutter-Kind-Turnen gegen anfängliche Widerstände durchsetzte. Mit ihrer direkten Art stellte sie damals klar: „Das heißt Mutter-Kind-Turnen und nicht Mütter-zum-Zuschauen!“ Josef Gerlinger, einst einer der besten Fußballer und Turner des Vereins, erzählte von den harten Aufbaujahren der Fußballabteilung. Er erinnerte an den Bau des Vereinsheims in Eigenleistung, der nur möglich war, weil Ausschussmitglieder Privatkredite gaben und die Spieler mit ihren Ehefrauen über Jahre die Bewirtung übernahmen. Gerlinger war es auch, der 1976 unter extremem Zeitdruck – in nur acht Wochen und ganz ohne Computer – die erste Festschrift zum 50-jährigen Jubiläum verfasste. Dieses historische Fundament wurde nun pünktlich zum 100. Geburtstag zu einem „Gesamtwerk“ vollendet. Alois Schmitt präsentierte stolz die neue, 340 Seiten starke Festschrift. In anderthalbjähriger Arbeit haben 20 Verfasser die Geschichte des TSV dokumentiert. Das neue Vereinsmotto, das fortan den TSV begleiten wird, stammt aus den eigenen Reihen: „Gemeinsam unschlagbar“. Die junge TSV-lerin Melissa Schmidt setzte sich in einem Mitgliederwettbewerb mit diesem Vorschlag durch – ein Motto, das laut Andreas Lehr bereits in allen Abteilungen gelebt wird.

Beeindruckende Showeinlage

Wie lebendig die Turnabteilung heute ist, bewiesen Carla Sprenger und Jule Konrad. Mit einer beeindruckenden Showeinlage auf dem Schwebebalken zeigten sie, warum sie bis zu acht Stunden pro Woche trainieren. Besonders hervorzuheben: Beide engagieren sich bereits als Kampfrichterinnen und Trainerinnen – ein Paradebeispiel für den ehrenamtlichen Nachwuchs. Passend dazu wurde die dritte Weinprobe des Abends eingeschenkt: Ein Tauberschwarz Kabinett, präsentiert von Jürgen Stilling, dem Vorstand des Weinbauvereins. In der dritten Talkrunde diskutierten die Abteilungsleiter Thomas Schieser (Tischtennis), Alexander Eidel (Turnen), Lars Schmidt (Tennis) und der frisch ausgeschiedene Fußball-Abteilungsleiter Andreas Rabe über das, was den Verein heute im Innersten zusammenhält. „Es gibt im Ausschuss nie Streit über Investitionen, sondern nur konstruktive Gespräche“, betonte Lars Schmidt. Während in anderen Vereinen oft die Sparten um die Vereinskasse buhlen, herrsche beim TSV volle Rückendeckung für Großprojekte wie die geplante Traglufthalle. Trotz der Euphorie verschlossen die Verantwortlichen nicht die Augen vor den Hürden der Zukunft. Die größte Herausforderung sei, Mitstreiter zu finden.

Christian Effner, Vizepräsident des Württembergischen Tennisbundes, zeigte sich tief beeindruckt vom „Spirit“ in der Halle. Er sieht den TSV als wichtigen Bildungspartner für Schulen und Kindergärten, besonders im Hinblick auf die kommende Ganztagsschule. Achim Beck, Präsident des Turngaus Hohenlohe, unterstrich die Bedeutung des Turnens als Basis für jede sportliche Karriere: „Wer turnen kann, beherrscht nahezu jede andere Sportart.“ Als Geschenk für die Zukunft überreichte er einen Gutschein über 150 Euro für die Fortbildung von Übungsleitern. Wie viel Herzblut in der täglichen Arbeit steckt, machten die Trainer Liane Dreher (Turnen) und Marcel Hainke (Tennis) deutlich. Beide investieren jede Woche unzählige Stunden – ehrenamtlich und unentgeltlich.

Für den nächsten kulinarisch-musikalischen Akzent sorgte Verena Hüttl, Vorsitzende des Musikvereins und ehemalige Weinkönigin. Sie stellte einen Schwarzriesling Spätlese vor und schlug den Bogen von der Präzision eines Musikstücks zur Ausgewogenheit eines guten Weins. Der krönende Abschluss des offiziellen Programms gehörte der Jugend und den aktiven Sportlern, die den Zeitraum von 2001 bis heute sowie die kommenden Jahre repräsentieren. In der Talkrunde wurde deutlich, dass der TSV Markelsheim ein echtes Erfolgssystem etabliert hat mit enormer Bandbreite und lückenlosem Angebot im Turnen. Für eine Sensation sorgte die Tischtennisabteilung, die gerade erst die Meisterschaft perfekt gemacht hat. Gemeinsam mit dem Einzug ins Pokalfinale winkt nun das „Double“. Auch die Fußballer der SG Markelsheim/Elpersheim zeigten sich selbstbewusst und betonten den menschlichen Zusammenhalt der seit 2015 bestehenden Spielgemeinschaft.

Mitreißender Dancemove zum Schluss

Ein emotionaler Höhepunkt war die Premiere des Jubiläumsfilms, den Christian Schmidt in kürzester Zeit zusammengestellt hatte. Die Bilder von Triumphen, ehrenamtlichem Hallenbau und lachenden Gesichtern ließen bei vielen Gästen Erinnerungen aufkommen. Bevor der Abend in den geselligen Teil überging, erhob sich die gesamte Halle für das Markelsheimer Heimatlied, begleitet von der Musikkapelle. Zudem gab es einen abschließenden, mitreißenden Dancemove, den mehrere TSV-ler aufführten. In seinem Schlusswort bedankte sich Andreas Lehr bei den vielen Helfern im Hintergrund, von den jungen Helfern des Jugendclubs an der Theke über das Team der Turn- und Fitnessabteilung beim Weinservice und die Küchenchefinnen bis hin zum Jubiläumsausschuss, der in 15 Sitzungen das Mammutprogramm für das Festjahr geplant hat.  Der TSV demonstrierte eindrucksvoll, was „gemeinsam unschlagbar“ bedeutet. Als nächstes Highlight steht bereits am 25. April das Dorfpokalturnier im Tischtennis an, bevor im Juli das große dreitägige Festwochenende auf dem Sportplatz den absoluten Höhepunkt markieren wird.





 



Dienstag, 24.03.2026

Starke Gemeinschaft für soziale Gerechtigkeit - Wachsende Mitgliederzahlen beim VdK Markelsheim

Dass der VdK Markelsheim weit mehr ist als ein reiner Interessenverband, bewies der wiederum gute Zuspruch bei der Hauptversammlung am Dienstag. Im voll besetzten Sportheim begrüßte Vorsitzende Martina Löptin-Blank Mitglieder und Ehrengäste zu einem Abend im Zeichen von Gemeinschaft und fachlicher Information.

In ihrem Jahresbericht betonte Löptin-Blank die wachsende Bedeutung des Ortsverbands, der mittlerweile 239 Mitglieder zählt. „Wir sind eine starke Gemeinschaft, die sich für Menschen in Not einsetzt – seien es Rentner, Menschen mit Behinderungen oder Pflegebedürftige“, so die Vorsitzende. Sie unterstrich, dass soziale Gerechtigkeit im Alltag spürbar sein müsse. Gleichzeitig dankte sie den zahlreichen Ehrenamtlichen für ihren unermüdlichen Einsatz.

Rechtsberatung ein „echter Schatz“

Ortsvorsteher Andreas Lehr hob in seinem Grußwort die Einzigartigkeit des VdK hervor. Besonders die Rechtsberatung sei ein „echter Schatz“ für die Mitglieder. Lehr mahnte an, dass sich lebenslange Beitragszahlung und Leistung im Alter lohnen müssten. Er lobte den Ortsverband dafür, das Thema Einsamkeit aktiv anzugehen: „Ihr macht Angebote, bei denen jemand zuhört – das ist in der heutigen Zeit ein riesiges Pfund.“

Werner Seeger, Vorsitzender des VdK-Kreisverbands Mergentheim, konstatierte schmunzelnd eine starke „Frauenpower“ im Markelsheimer Vorstand. Er sparte jedoch nicht an Kritik zur aktuellen Sozialpolitik. So sei die Eigenbeteiligung in der Pflege in Baden-Württemberg bundesweit am höchsten. Auch die Krankenhausreform sehe der VdK kritisch, da sie die Versicherten mit Milliarden belasten könnte. Seeger gab zudem einen Einblick in die Verbandsarbeit: Vom Mitgliedsbeitrag verblieben lediglich 1,15 Euro direkt vor Ort – „große Sprünge sind damit nicht möglich, aber wir helfen, wo wir können.“

Schriftführerin Hildegard Wengrzik ließ das ereignisreiche Jahr 2025 Revue passieren. Das Programm reichte von informativen Vorträgen über gesellige Stammtische bis hin zu Ausflügen nach Würzburg und in den Europapark Rust. Eine organisatorische Neuerung gab es ebenfalls zu vermelden: Geburtstagskarten werden künftig ab dem 70. Lebensjahr im Fünf-Jahres-Rhythmus versandt.

Trotz der hohen Ausgaben für die Gemeinschaftsaktivitäten steht der Verein finanziell auf soliden Füßen, wie 2. Vorsitzende Monika Kühlwein im Kassenbericht stellvertretend für Manfred Bürckert ausführte. Josef Kühlwein, der mit Eugen Porasil die Kasse geprüft hat, bescheinigte eine vorbildliche Buchführung, woraufhin die Entlastung der Vorstandschaft durch Andreas Lehr einstimmig erfolgte.

Praxisnahe Ausführungen von Johannes Ennis

Aufmerksam verfolgten die Mitglieder die praxisnahen Ausführungen von Johannes Ennis, Vertrauensperson für Schwerbehinderte im Kreisverband Künzelsau. Ennis, der im Hauptberuf Schwerbehinderte in einem Baubetrieb betreut, warnte eindringlich vor Übereifer bei Neuanträgen. Wer beispielsweise das Merkzeichen „aG“ (außergewöhnliche Gehbehinderung) beantragt, riskiere eine komplette Neubewertung seines Status. „Wenn aus einem Grad der Behinderung (GdB) 50 plötzlich ein GdB 40 wird, ist der Schwerbehindertenstatus und damit auch der Kündigungsschutz weg“, gab er zu bedenken.

Ennis verdeutlichte zudem die Vorteile eines GdB von 50 für Berufstätige, wie den besonderen Kündigungsschutz, fünf Tage Zusatzurlaub, Befreiung von Mehrarbeit und Schichtdienst sowie steuerliche Vorteile. Kritik übte er an teils langen Bearbeitungszeiten der Behörden, die derzeit bis zu zwölf Monate betragen können. Umso wichtiger sei es, die Vier-Wochen-Frist für Widersprüche einzuhalten und dem Versorgungsamt stets nur Kopien von Dokumenten zu senden.

Ein besonderes Highlight werfe bereits seine Schatten voraus: Zum 80-jährigen Jubiläum des VdK Künzelsau im September hat die Bundespräsidentin des VdK, Verena Bentele, ihr Kommen zugesagt. Zudem stellte Ennis das neue Maskottchen „VdK-Fix“ vor, das künftig bei öffentlichen Veranstaltungen für den Verband werben wird.

Zum Abschluss gab es gute Nachrichten von Monika Kühlwein für alle Reiselustigen: Für den nächsten Ausflug konnte ein größerer Bus organisiert werden, sodass noch zehn Plätze frei sind – und dies trotz gestiegener Spritkosten zum ursprünglichen Preis.

Kreisverbandsvorsitzender Werner Seeger gab zum Abschluss noch einen wichtigen Hinweis für 2026: Bei Neuanträgen wird nun die Steuer-ID abgefragt, damit Behindertenpauschbeträge automatisch an das Finanzamt gemeldet werden können – ein kleiner Schritt in Richtung Bürokratieabbau.


 



Sonntag, 22.03.2026

Jubiläum im Kindergarten St. Theresia - Gottesdienst und Tag der offenen Tür zum 20-Jährigen


Unter dem Motto „Den Weg gemeinsam gehen“ feierte der Kindergarten St. Theresia sein 20-jähriges Bestehen. Das Jubiläum markiert einen wichtigen Meilenstein für die Einrichtung, die seit dem Bezug des Neubaus im Jahr 2006 kontinuierlich gewachsen ist und eine zentrale Säule der Kinderbetreuung in Markelsheim darstellt.

Der Festtag begann am Vormittag mit einem Gottesdienst in der bis auf den letzten Platz besetzten Kirche. Neben den aktuellen Kindergartenkindern und deren Familien waren auch zahlreiche Gemeindemitglieder sowie ehemalige Wegbegleiter der Einladung gefolgt. Das Thema der Feier, „Wachsen wie ein Senfkorn“, wurde dabei programmatisch aufgegriffen. Gemeinsam mit Pfarrer Frey und der stellvertretenden Leiterin Sylvia Egner zogen die Beteiligten feierlich mit einer Fahne in das Gotteshaus ein.

Besondere Anerkennung fanden die Beiträge der Kinder: Während die Vorschüler in einem Vorspiel den Wachstumsprozess eines Samens veranschaulichten, gestalteten die mittleren Kinder die Fürbitten. Die musikalische Umrahmung übernahmen die Erzieherinnen gemeinsam mit den Kindern. In den anschließenden Grußworten würdigten Ortsvorsteher Andreas Lehr sowie Paula Tremel vom Kirchengemeinderat die Arbeit der Einrichtung und überreichten Präsente. Auch Apfelbachs Ortsvorsteher Hubert Scheidel gratulierte mit einer Spende.

Ein Blick in die Chronik verdeutlicht die bauliche und pädagogische Entwicklung der letzten 20 Jahre. Nach dem Neubau im Jahr 2006 folgte 2011 die Einführung der Ganztagesbetreuung. Aufgrund steigender Bedarfe wurde 2017 eine vierte Kindergartengruppe im Obergeschoss ausgebaut, zwei Jahre später folgte der Anbau einer zweiten Krippengruppe. Heute werden in St. Theresia rund 100 Kinder in vier Kindergarten- und zwei Krippengruppen von einem 23-köpfigen Team betreut. Die Leitung liegt aktuell in den Händen von Julia Albers, die damit die Nachfolge von Schwester Helia und Theresia Bauer angetreten hat.

Im Anschluss an den Gottesdienst öffnete der Kindergarten seine Türen für die Öffentlichkeit. Das Team hatte verschiedene Stationen vorbereitet, die von Kinderschminken und Bastelangeboten bis hin zu einer Bewegungsstation im Garten reichten. Eine Fotoausstellung dokumentierte die Entwicklung der vergangenen zwei Jahrzehnte, während eine Hausrallye die Besucher dazu einlud, die Räumlichkeiten spielerisch zu erkunden.

Für die Verpflegung der Gäste zeichneten der Elternbeirat mit Kaffee, Kuchen und Waffeln sowie die Familie Kellermann aus Apfelbach mit ihrem „Nudeltöpfle“ verantwortlich. Das Fest endete am Nachmittag mit einem gemeinsamen Singkreis um 14:45 Uhr. In ihren abschließenden Dankesworten hob Sylvia Egner das Engagement aller Beteiligten hervor. Dank zahlreicher Helfer konnte der Abbau zügig abgeschlossen werden, womit ein ereignisreicher Jubiläumstag seinen Ausklang fand. 


 



Sonntag, 22.03.2026

Willi Kimmelmann zum Ehrenmitglied ernannt – Kolpingsfamilie Markelsheim feiert 70 Jahre

 Die Geehrten der Kolpingsfamilie, vorn links Ehrenmitglied Willi Kimmelmann.
Die Geehrten der Kolpingsfamilie, vorn links Ehrenmitglied Willi Kimmelmann..

In der Generalversammlung der Kolpingsfamilie Markelsheim wurde Willi Kimmelmann für seine Verdienste zum Ehrenmitglied ernannt. Zudem konnten zahlreiche langjährig treue Mitglieder ausgezeichnet werden. Der Rückblick auf das vergangene Jahr zeigte, wie lebendig sich das Vereinsleben gestaltet.

Nachdem die stellvertretende Vorsitzende Anita Weinig-Kleinhans die Anwesenden begrüßt hatte, berichtete Vorsitzende Marta Kimmelmann über die Termine im abgelaufenen Jahr. Familienbummel, Radausfahrten, Wallfahrt nach Laudenbach, Weltgebetstag und Kolpinggedenktag erwähnte sie dabei ebenso wie den Bewirtungseinsatz in der Genießernacht, den Waffelstand beim Martinsumzug, einen Gesprächsabend mit Ortsvorsteher Lehr sowie die Teilnahme an der bundesweiten Schuhaktion und die erfolgreichen Aufführungen des Kolpingtheaters. Sie dankte allen, die die Arbeit tatkräftig unterstützen und bat um etwas regere Beteiligung bei Aktionen und Veranstaltungen.

Schriftführerin Teresa Fischer zählte minutiös alle Termine und Aktionen auf und machte deutlich, wie vielseitig und abwechslungsreich das Kolping-Jahr war. Kassier Thomas Kimmelmann konnte von einem guten Kassenstand berichten. Uwe Bamberger, der zusammen mit Andreas Kreuser die Kasse geprüft hat, bescheinigte Thomas Kimmelmann einwandfreie Arbeit.

Besucherrekord im Theater

Stefan Kuhnhäuser, Leiter der Theatergruppe, konnte über einen Besucherrekord berichten: Insgesamt 938 Personen sahen das Stück „Die Gedächtnislücke“ bei sieben Aufführungen zu Jahresbeginn. Die Planungen für die 58. Theatersaison hatten im Oktober begonnen, zuvor hatte sich ein Teil des Ensembles beim Seniorenfasching aktiv eingebracht. Zudem gab es Besuche bei anderen Theatergruppen. Nach wie vor, so Kuhnhäuser, sei das Theater die größte Einnahmequelle für die Kolpingsfamilie. Stellvertretender Ortsvorsteher Marco Model überbrachte Grüße vom Ortschaftsrat. Sein Antrag auf Entlastung des Vorstands wurde einstimmig angenommen.

Willi Kimmelmann Ehrenmitglied

Zum Ehrenmitglied ernannt wurde Willi Kimmelmann für seine großen Verdienste um die Kolpingsfamilie. Seit 1957 begleitete ihn das Leben in und für die Kolpingsfamilie, so die Vorsitzende. Ob als musikalischer Unterhalter, als Büttenredner an Fasching oder als Ensemblemitglied in der Theatergruppe habe er stets gute Kameradschaft gepflegt, sei zudem seit 1962 Vorbeter in sonntäglichen Gottesdiensten gewesen und habe sich um die von der Kolpingsfamilie sanierte Kapelle am Radweg gekümmert, wie Marta Kimmelmann dankbar vermerkte.

Für langjährige Mitgliedschaft wurden mehrere Kolpingbrüder und -schwestern geehrt: Stolze 70 Jahre sind die Gründungsmitglieder Michael Halbmann, Oskar Kuhnhäuser und Karl Ikas dabei, für 65 Jahre wurden Philipp Kimmelmann, für 50 Jahre Gabi Rabe, Beate Schober, Johann Randolt und Karl Halbmann sowie für 40 Jahre Thomas Pfau geehrt. Urkunden gab es für alle Ausgezeichneten, die 50er-Jubilare erhielten zudem die goldene Ehrennadel und eine Einladung zum kostenlosen Aufenthalt in einem Kolping-Hotel. Für alle langjährigen Mitglieder hatte die Vorsitzende eine kleine Laudatio parat.

Philipp Kimmelmann blickte traditionell auf die Vereinsgeschehnisse vor 50 Jahren zurück, wonach Thomas Kimmelmann über Aktuelles aus dem Bezirk berichtete. In ihrer Vorschau auf kommende Veranstaltungen hob Marta Kimmelmann besonders das 70-jährige Bestehen der Markelsheimer Kolpingsfamilie hervor, das am 24. Oktober mit einem Festabend und am 25. Oktober mit einem Festgottesdienst gefeiert wird. Gefreut habe man sich über die Ernennung von Pfarrer Simon aus der Partnergemeinde Tetemann in Ghana zum Bischof der Diözese Jasikan. Eine Einladung zur Einsetzung am 11. April habe man erhalten. Ein geistlicher Impuls und ein Segensgebet von Pfarrer Francis Chukwudi Ihemeneke sowie das traditionelle Kolping-Lied beschlossen die Versammlung.

 



Freitag, 06..03.2026

Tourismusverein erneuert Osterschmuck für Markelsheim

Nadelgrün und verblichene Ostereier von den Osterbögen entfernen, Buchs-Girlanden und farbenfrohe neue Ostereier anbringen - schon ist der vom Tourismusverein bereitgestellte Osterschmuck entlang des Lochbachs wieder frisch und ansehnlich. Inzwischen wurde die Dekoration installiert und erfreut Einwohner und Gäste des Weinortes.  


 


Tourismusverein Markelsheim
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