Fröhlich, heiter und abwechslungsreich präsentierten sich vier Ensembles beim traditionellen Frühlingskonzert des Gesangvereins Liederkranz. Neben den Gastgebern wirkten der Markelsheimer Projektchor „Sunday Voices“, der Gesangverein Jagstberg und die Chorgemeinschaft Althausen-Edelfingen mit.
Applaus für die Darbietungen gab es reichlich vom Publikum in der Turnhalle, das von den TSV-Fußballern bestens bewirtet wurde. Schon der Zug der Markelsheimer Sänger zur Bühne wurde kräftig beklatscht. Mit kräftigen Stimmen eröffnete der von Peter Ruppert dirigierte und am Klavier begleitete Liederkranz den Konzertabend mit dem zum Mai passenden Stück „Frohe Wanderschaft“ von Richard Arnold. Vorsitzender Elias Lehr begrüßte das Auditorium und führte mit launigen Worten, kleinen Zoten und Anekdoten durch das Programm. Verschiedene Sängerinnen und Sänger unterstützten seine Conférence im weiteren Verlauf.
Ihre Verbundenheit mit der Heimat drückten die Markelsheimer Sänger mit dem gleichnamigen Titel von Max Orrel aus, wonach das Chianti-Lied von Ralph Maria Siegel und Gerhard Winkler mit seiner mediterranen Leichtigkeit Urlaubsfeeling hervorrief. Wobei augenzwinkernd betont wurde, dass der Markelsheimer Wein schon etwas besser als der besungene sei…
Als ersten Gastchor stellte Elias Lehr den Gesangverein Jagstberg mit seinem Dirigenten Hermann Burkert vor. Dass ein kleiner Ort ein solch stattliches Ensemble aufweisen kann, animierte ihn zu einer Gleichung: Umgerechnet auf den Weinort müsste der Markelsheimer Chor 176 Mitglieder haben. Singend erklommen die Männer aus Jagstberg das Podium und begeisterten das Publikum von Beginn an zunächst mit dem karibisch-lebendigen „Calypso“ der britischen Komponistin Jan Holdstock, dem beschwingten Volkslied „Nun will der Lenz uns grüßen“ und dem etwas getrageneren, emotionalen Stück „Daheim“ von Lorenz Maierhofer.
Dass es „nichts besseres als Markelsheimer Wein“ gibt, betonten die Sängerinnen und Sänger aus Althausen und Edelfingen, indem sie ein den Frankenwein huldigendes Thema auf die Reben an der Tauber ummünzten. Zuvor hörte das Publikum von der ebenfalls von Peter Ruppert geleiteten Chorgemeinschaft das eingängige Volkslied „Du, du liegst mir im Herzen“, das Mundartstück „Raspascholl“ von G. Onnen, den viel beklatschten, einst vom Hazy-Osterwald-Sextett gesungenen „Kriminal-Tango“, den Cliff Richard-Hit „Rote Lippen soll man küssen“ sowie „Weus’d a Herz hast wia a Bergwerk“, einen der bekanntesten Austropop-Hits von Rainhard Fendrich.
Mit „Ihr von morgen“, der Hymne an die Zukunft von Udo Jürgens, leitete der Liederkranz über zu einer besonderen Ehrung. Stefan Rögner, selbst bis 2019 ein Vierteljahrhundert lang Vorsitzender, kann inzwischen auf 40 Jahre sängerische Aktivität zurückblicken. Vorsitzender Elias Lehr würdigte sein unermüdliches und prägendes Engagement für den Verein: „Deine Leidenschaft und Hingabe hat uns zu dem gemacht, was wir heute sind.“ Der Geehrte fand die Lobesworte „arch üwertriewe“. „Nicht was der Verein für mich tun kann sondern was ich für den Verein tun kann“ laute seine Maxime, betonte Rögner unter Beifall. Urkunde und Ehrennadel überreichte ihm Günter Krieger, 2. Vorsitzender des Chorverbands Hohenlohe.
In einem Grußwort dankte Ortsvorsteher Andreas Lehr dem Gesangverein für sein Wirken im Ort, das zuletzt durch ein fulminantes Fest rund um die Aufstellung des Maibaums wieder einmal sichtbar geworden sei. Ebenfalls würdigte er den Einsatz der Fußballer als Bewirter an diesem Abend – was den großen Zusammenhalt im Ort unter Beweis stelle.
Etwas moderneres Liedgut präsentierte der Projektchor „Sunday Voices“, zunächst mit John Denvers „Take Me Home, Country Roads“, dem inoffiziellen Staatssong von West Virginia. Ironisch, charmant und im Retro-Stil danach „Küssen kann man nicht alleine“ von Max Raabe und Annette Humpe. Mit dem israelischen Lied „Halleluja“ von Kobi Oshrat-Ventora und Shimrit Or folgte eine Friedensbotschaft. Gali Atari und „Milk and Honey“ gewannen mit diesem Lied 1979 den Eurovision Song Contest. Humorvoll und musikalisch raffiniert und mit augenzwinkerndem Text kam der Song „Alles das kann nur Musik“ von Carsten Gerlitz und Oliver Gies daher. Begeistert ging das Publikum beim locker-rhythmisch gesungenen Ohrwurm „Iko, Iko“ mit. Erst mit einer Zugabe – „Halt mich“ von Herbert Grönemeyer – ließ es die Sängerinnen und Sänger von der Bühne. Auch der Projektchor wird von Peter Ruppert geleitet, der an diesem Abend also alle Hände voll zu tun hatte.
Der Gesangverein Jagstberg erklomm noch einmal das Podium: „Geht es dir gut“, ein ruhiges Chorlied von Lorenz Maierhofer mit emotionalem Tiefgang, und Gus Antons „Weit ist das Meer“ mit Melodie-Anleihen vom Hamburger „Veermaster“, leiteten über zum lustigen „Frühlingsklang eines Trunkenen“. Diese humoristische Miniatur in „Stereoton“ von Tenor bis Bass rief viele Lacher hervor.
Mit dem humorvollen „Schlendrian“ von Johann G. Fischer und A. Rosenstengel und dem Santiano-Song „Es gibt nur Wasser“ schloss der Liederkranz sein Liedprogramm, dessen Einstudierung Elias Lehr als „koordiniertes Chaos mit musikalischer Absicht“ bezeichnete. Als Zugabe kam der witzige, 1912 vom Österreicher Hermann Dostal komponierte Fliegermarsch („In der Luft gibt’s keine Räuber, kein Bezirksgericht, und auch keine alten Weiber sieht man oben nicht“) bestens an. Mit Kuchen-Häubchen ausgestattet, gesellten sich zum Abschluss die „Sunday Voices“ zum gastgebenden Chor. Gemeinsam lautete die gesungene Forderung: „Aber bitte mit Sahne“. Einer örtlichen Tradition folgend, intonierte der komplette Saal zum Abschluss eines gelungenen Abends das Heimatlied „Ein Markelsheimer bin ich“.
Stefan Rögner, selbst bis 2019 ein Vierteljahrhundert lang Vorsitzender, kann inzwischen auf 40 Jahre sängerische Aktivität zurückblicken. Vorsitzender Elias Lehr würdigte sein unermüdliches und prägendes Engagement für den Verein: „Deine Leidenschaft und Hingabe hat uns zu dem gemacht, was wir heute sind.“ Der Geehrte fand die Lobesworte „arch üwertriewe“. „Nicht was der Verein für mich tun kann sondern was ich für den Verein tun kann“ laute seine Maxime, betonte Rögner unter Beifall. Urkunde und Ehrennadel überreichte ihm Günter Krieger, 2. Vorsitzender des Chorverbands Hohenlohe.
Im Bild Stefan Rögner (2. v. l.) mit von links Chorleiter Peter Ruppert, Günter Krieger, 2. Vorsitzender des Chorverbands Hohenlohe und dem Vorsitzenden Elias Lehr.
Schönstes Frühlingswetter herrschte zur traditionellen Maiandacht an der Roggenberghütte, deren Termin diesmal auf den Feiertag 1. Mai fiel. Viele Besucher waren zur Schutzhütte hoch gepilgert und auch der Gelbe Wagen des Jakobshofs wurde als Shuttle angeboten. Mit kleinen Geschichten, Gedichten, Gebeten und Gesang und Musik gestalteten die Schwestern Conny Lehr, Beate Olkus und Jutta Michler von Jakobs Stubenmusik sowie die "Zwiefach Boarischen" diese Andacht, der auch Pfarrer Chukwudi beiwohnte. Im Anschluss umrahmte das Bläserquintett noch eine kleine Bewirtung durch den Jakobshof.
Tourismusverein Markelsheim
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