
Ein Jahrhundert Sport, Gemeinschaft und Ehrenamt: Im Jahr 2026 feiert der TSV Markelsheim sein 100-jähriges Bestehen. Was vor zwei Jahren mit ersten Planungen begann, hat sich zu einem großen Festprogramm entwickelt. Von einer über 330 Seiten starken Chronik bis hin zu einem großen Festwochenende im Juli mit Weltrekordversuch – der Verein will seine Geschichte und seine Zukunft gebührend feiern. Das Motto dabei ist Programm: „Gemeinsam unschlagbar“.
Die erste Zusammenkunft fand tatsächlich schon 1925 statt, der formale Gründungsprozess des Turn- und Sportvereins mit Eintragung folgte jedoch 1926 – womit das Jubiläumsjahr 2026 auf festem historischem Fundament steht. Ein Herzstück des Jubiläums ist die neue Festschrift, die weit mehr ist als eine bloße Broschüre. „Wir liegen zum jetzigen Zeitpunkt bei 334 Seiten“, verrät Andreas Lehr. Begleitet von der Agentur WTG Resonanz, deren Inhaber Sebastian Schmidt selbst TSV-Mitglied ist, entsteht ein professionelles Werk. Die Diskussion, ob man lediglich die letzten 25 Jahre ergänzen oder die Geschichte komplett neu aufrollen solle, wurde zugunsten einer Gesamtschau entschieden. „Wir bilden die gesamten 100 Jahre ab, von Tag Null an“, so Schriftführerin Melanie Frank. Federführend bei der historischen Aufarbeitung war Alois Schmitt. Er grub alte Zeitungsberichte aus und strukturierte die Historie in fünf Zeitphasen, von der Gründung über die Kriegsjahre bis zur modernen Abteilungsstruktur unter Roland Haug. Insgesamt 18 Personen arbeiteten an Texten und Bildern. Frühere Chroniken wurden digitalisiert und modernisiert eingebunden, zudem führen QR-Codes im Buch zu weiteren digitalen Inhalten. „Es ist ein richtiges Mammutwerk geworden“, resümiert Schmitt.
Vereins-Claim: Gemeinsam unschlagbar
Erstmals in der Vereinsgeschichte gibt es ein offizielles Motto. In einem vereinsinternen Ideenwettbewerb setzte sich der Vorschlag von Melissa Schmidt durch: „Gemeinsam unschlagbar“. Die Siegerin erklärte, zum einen beziehe sich der Claim auf den sportlichen Teamgeist. Zum anderen spiegele er das Vereinsleben wider: „Ohne einander würden wir es nicht schaffen, den Verein am Leben zu halten. Würden die Eltern nicht helfen, würde nicht jedes Vereinsmitglied helfen, würde der Verein nicht schon 100 Jahre existieren.“ Der Slogan wird das Jubiläumsjahr begleiten und soll künftig auch Claim des Vereins sein und ist künftig auch auf Merchandise-Artikeln wie Hoodies, Caps und Shirts zu finden, wie Sandra Hernadi als Koordinatorin des Sponsorings erklärt.
Das Jubiläumsjahr startet sportlich-gesellig. Den Auftakt macht die Tischtennisabteilung am 31. Januar 2026 mit einer von DJ Andy präsentierten Plattenparty. Der offizielle Festakt folgt am 28. März. Bewusst soll dies keine steife Veranstaltung sein, sondern ein lockeres Talkrunden-Format, eingebettet in eine Weinprobe: „Mit jeweils einer Probe werden 25 Jahre Vereinsgeschichte abgedeckt“, erklärt Andreas Lehr. Zu dem musikalisch von der Musikkapelle Markelsheim umrahmten Termin werden verdiente Mitglieder, Ehrenamtliche und Ehrengäste zusammenkommen.
„Leuchtturmveranstaltungen“
Im Jahresverlauf folgen „Leuchtturmveranstaltungen“ der vier Abteilungen. Am 25. April richtet die Tischtennisabteilung ein Dorfpokalturnier der für jedermann aus – was es in dieser Form in Markelsheim noch nicht gegeben hat. Am 14. Juni folgt das Kreiskinderturnfest der Turn- und Fitnessabteilung. Turnabteilungsleiter Alexander Eidel erwartet hierzu rund 400 Kinder aus dem Altkreis Mergentheim, die sich in der Turnhalle und auf dem Sportplatz messen. Eines der Highlights wird wieder ein Buttenlauf für die Kinder sein. Am 11. Juli steigt der „Markelsheimer Winzer-Cup“ der Tennisabteilung. Laut Abteilungsleiter Lars Schmidt wird das bisherige Firmenturnier auf Vereine und Abteilungen ausgeweitet und wieder garniert mit Show-Matches hochklassiger Spieler. Am 1. August wird das traditionelle Dorfpokalturnier der Fußballabteilung stattfinden. Hier steht der Spaß im Vordergrund, wie Abteilungsleiter Andreas Rabe erläutert. Gespielt wird Fünf gegen Fünf, mit Sonderpreisen für kreative Outfits.
Höhepunkt Festwochenende mit Rekordversuch
Höhepunkt des Jubiläumsjahres ist das Festwochenende vom 24. bis 26. Juli mit Festzelt auf dem Sportplatz. Der TSV organisiert alles in Eigenregie – vom Zeltaufbau bis zur Bewirtung. „Das ist nicht ohne, aber gemeinsam kriegen wir das hin“, betont Alexander Eidel. Für den für den Freitagabend ist die ist die Tennisabteilung federführend, für den Samstag die Abteilungen Fußball und Tischtennis und den Sonntag gestaltet dann die Turnabteilung.
Start ist am Freitag, 24. Juli, mit einem offenen Mitgliederabend. Ein kurzweiliges Programm bewusst ohne lange Grußworte ist geplant: „Etwas Vergnügliches, womit sich der Verein dann auch selbst feiert“, so Andreas Lehr.
Am Samstag, 25. Juli, folgt die Eröffnung einer Ausstellung mit Exponaten aus 100 Jahren – von Siegerkränzen bis zu alten Fahnen. Als besonderen Höhepunkt wagt der Verein einen Rekordversuch: Bei einem Buttenlauf mit sportlichem Anspruch sollen so viele Übergaben geschafft werden, wie der Verein Mitglieder hat. „Wir wollen auf jeden Fall die Marke von 1200 Übergaben knacken“, erklärt Organisator Christian Gundling. Ob Kinder, Senioren oder Aktive – jeder soll mitmachen, die Füllmengen der Butten werden entsprechend angepasst. Der Rekordversuch wird vom Hauptsponsor des Jubiläums, der Firma Bokmeier Erd- und Tiefbau, präsentiert.
Am Sonntag, 26. Juli, klingt das Wochenende mit einem klassischen Sportfest, unter anderem mit einer Stempelrallye für Kinder, einem Völkerballturnier und verschiedenen Mitmach-Angeboten, aus. Auch ein kleiner Festzug durch den Ort zum Sportgelände ist angedacht.
Ausklang
Das Jubiläumsjahr endet im Herbst mit besinnlichen Tönen. Am 11. Oktober findet ein Jubiläumsgottesdienst mit Pfarrer Frey statt, bei dem auch die restaurierte Vereinsfahne neu geweiht werden soll. Ein Helferfest schließt sich an, bevor das Jahr am 6. November mit dem Ehrungsabend offiziell ausklingt.
Mit rund 1200 Mitgliedern ist der TSV Markelsheim eine feste Größe im Ort. Das geplante Programm für 2026 beweist, dass dieser Verein nicht nur auf eine stolze Geschichte zurückblickt, sondern auch voller Tatendrang in die Zukunft geht – eben „gemeinsam unschlagbar“.
Im Bild oben ein Teil der TSV-Protagonisten, von links Alexander Eidel, Abteilungsleiter Turnen und 2. Vorsitzender des TSV, Geschäftsführerin Katharina Bauer, Christian Gundling, Organisator des Rekordversuchs, Sandra Hernadi (Sponsoring, Marchandise), Tennis-Abteilungsleiter Lars Schmidt, Tischtennis-Abteilungsleiter Thorsten Schieser, Melissa Schmidt, Schöpferin des Vereinsmottos, Geschäftsführer Uwe Schneider, Heike Kurpiela, Schriftführerin Melanie Frank, Fußball-Abteilungsleiter Andreas Rabe, der ehemalige Vorsitzende Alois Schmitt, Daniel Landwehr und TSV-Vorsitzender Andreas Lehr.
Die Jubiläums-Termine 100 Jahre TSV Markelsheim:
1. Jahresrückblick 2025
Der Bürgerschaft, unseren Kirchengemeinden. Vereinen, der Feuerwehr und unseren Organisationen herzlichen Dank für ihr ehrenamtliches Engagement im zurückliegenden Jahr, genauso wie den Mitgliedern des Ortschaftsrates. Allen Bürgerinnen und Bürgern herzlichen Dank für ihren Einsatz und ein gesundes und glückliches Jahr 2026, besonders Gottes Segen.
Einwohner zum 31.12.2024: 2148 (Hauptwohnsitz: 2038, Nebenwohnsitz: 110)
Einwohner zum 31.12.2025: 2141 (Hauptwohnsitz: 2033, Nebenwohnsitz: 108)
Zuzüge: 60
Wegzüge: 61
Geburten: 15
Todesfälle: 21
Trauungen: 5
Häufigste Familiennamen:
Braun: 47
Schmitt: 43
Lehr: 34
Bauer: 32
Kuhnhäuser: 28
Schieser: 26
Themen und Maßnahmen:
2. Antrag auf Neubau eines Einfamilienhauses mit Doppelgarage Flurstück Nr. 7916, Bacchusweg 6, Markelsheim
Der Ortsvorsteher stellt den Bauantrag und die Planunterlagen vor. Der Ortschaftsrat stimmt dem Bauantrag einstimmig zu.
3. Sachstand und Ablauf der Sanierung des Bahnhofs Markelsheim – Informationen durch die Westfrankenbahn
Herr Lippert von der Westfrankenbahn musste sich krankheitsbedingt kurzfristig für die Sitzung entschuldigen. Er wird seine Informationen in der Sitzung am 4. Februar 2026 vortragen. Der Ortsvorsteher stellt die bisherige Zeitplanung vor und teilt mit, dass nach Aussagen von Herrn Lippert der Zeitplan wie vorliegend eingehalten werden kann. Im Februar 2026 werden zunächst vorbereitende Maßnahmen und die Freimachung des Baufeldes erfolgen. Im März 2026 beginnt die Baumaßnahme. Die Fertigstellung des ersten Bauabschnittes bleibt für Juni 2026 vorgesehen. Die notwendigen Vergaben sind erfolgt.
Die Frage der Zufahrt am Ausgang in Richtung Weikersheim für Fahrer von Igersheim kommend oder nach Igersheim fahrend während der Sperrung des Bahnübergangs m Richtung Igersheim im Sommer 2026, wurde zwischen Westfrankenbahn und Stadtverwaltung besprochen. Herr Lippert wird im Februar hierzu einen Vorschlag vorlegen.
4. Bekanntgaben und Verschiedenes
a. Erteilte Genehmigung des Abbruchs eines baufälligen Lagerschuppens, Schulberg 1, Flurstück Nr. 264 (Kenntnisgabe)
b. Erteilte Baugenehmigung zum Neubau eines Einfamilienhauses mit Garage, Silvanerstraße 31, Flurstück Nr. 7899
c. Es wird auch 2026 eine Losholzversteigerung in Markelsheim geben. Dem Ortschaftsrat ist die Versorgung der Bürgerschaft mit Losholz ein besonderes Anliegen. d. Der WhatsApp-Kanal hat bereits 726 Follower. Dank ergeht für Zuspruch und für die Pflege des Kanals.
Im Anschluss nichtöffentliche Sitzung.
Auszug aus der Ortschaftsratssitzung
Nächste Sitzung ist am Mittwoch, 21. Januar (siehe nebenstehendes Bild)
Nach intensiver Probenarbeit ist es wieder so weit: Die Theatertruppe der Markelsheimer Kolpingsfamilie bringt mit dem Stück „Die Gedächtnislücke“ von Bernd Gombold eine klassische Verwechslungskomödie auf die Bühne. Unter der Regie von Andrea Betz zeigt das eingespielte Ensemble eine detailverliebte Inszenierung mit viel Situationskomik.
Schauplatz des Geschehens ist die Amtsstube des Ortsvorstehers Franz Kübele, die von der Theatergruppe liebevoll auf der Pfarrsaalbühne aufgebaut wurde. Die Handlung setzt in einer für Franz stressigen Phase ein: Als Ortsvorsteher steht er unter dem Druck der neuzugezogenen Eheleute Silberstein. Ludwiga Silberstein (Theresia Schönian), eine vornehme Dame mit herrischem Auftreten, und ihr eher unselbstständiger Gatte Heinz-Harald (Sascha Kimmelmann) fühlen sich vom dörflichen Geräuschpegel belästigt. Die Kirchenglocken, ein krähender Hahn und die abendlichen Proben der Musikkapelle sind ihnen ein Dorn im Auge.
Um den Neubürgern entgegenzukommen, untersagt Franz seinem ehemals guten Freund Anton (Klaus Pfau), dem Vorsitzenden der Musikkapelle und passionierten Geflügelzüchter, diese Aktivitäten. Dies führt zum Bruch der Freundschaft und sorgt für erste Spannungen im Dorf. Als Franz schließlich versucht, sogar die Kirchenglocken verstummen zu lassen, passiert das Malheur: Er wird von einem Klöppel am Kopf getroffen. Ab diesem Moment nimmt das Chaos seinen Lauf. Der von Alois Schneider stimmstark und mit einer guten Portion Verwirrtheit gespielte Ortsvorsteher verliert das Gedächtnis an die letzten fünf Jahre – und damit an seine gesamte bisherige Amtszeit.
Diese „Gedächtnislücke“ bleibt von seinem Umfeld nicht ungenutzt: Seine resolute Ehefrau Helene (Dunja Bamberger), die als Vorsitzende des Kirchengemeinderats ohnehin meist das Sagen hat, nutzt die Situation geschickt aus. Da Franz auch ihren Hochzeitstag vergessen hat, nutzt sie sein schlechtes Gewissen, um sich auf seine Kosten mit teuren neuen Kleidern einzudecken.
Besonders viel Raum für Lacher bietet Amtsdiener Sepp. Arno Artz versteht es meisterhaft, die Schlitzöhrigkeit dieser Figur auszuspielen. Einem guten Schluck nie abgeneigt, nutzt er die Orientierungslosigkeit seines Chefs aus, um sich finanzielle Vorteile zu verschaffen und spinnt zudem permanent ein Netz aus kleinen Lügen. Diese werden dankend von der stets „rein zufällig“ anwesenden Emma (Sonja Metzger) aufgenommen. Als Inhaberin des örtlichen Ladens und personifizierter Dorfklatsch trägt sie jede noch so abwegige Information, die sie aufgeschnappt hat, sofort weiter.
Zusätzliche Dynamik erhält das Stück durch die Sekretärin Hannelore, gespielt von Regisseurin Andrea Betz. In ihrer Rolle versucht sie zwar, das Schlimmste zu verhindern, löst aber selbst eine der größten Verwechslungen aus: Sie möchte den Amtsdiener Sepp über eine Dating-App verkuppeln, lädt jedoch als vermeintlich bessere Chance ein Foto des Ortsvorstehers dazu hoch.
In dieses Durcheinander platzt auch noch der exzentrische Pensionsgast Professor Gottlieb (Hans Kübler). Mit wallender Haarpracht und teils im Turnleibchen sorgt er für reichlich Erheiterung. Zunächst hat er ein Auge auf Hannelore geworfen, findet aber schließlich in der heiratswilligen Rosalinde (Beate Helebrant) sein Gegenstück – ganz nach dem Motto, dass wahre Liebe keine Äußerlichkeiten braucht.
Am Ende klären sich natürlich alle Missverständnisse – zumindest teilweise – auf und der Ortsvorsteher findet nach einer erneuten Kopfnuss sein Gedächtnis wieder, doch bis dahin darf sich das Publikum über viele komische Momente und Szenenapplaus freuen. Die muntere Truppe hat mit diesem Schwank genau den Geschmack der Zuschauer getroffen.
Eine gelungene Inszenierung bedarf auch der Arbeit vieler Akteure hinter der Bühne: Stefan Kuhnhäuser zeichnet wieder für Leitung und Organisation verantwortlich. Die Souffleusen Paulina Stöckle, Steffi Metzger und Elisa Kimmelmann gaben die nötige Sicherheit, während die Maske – Katja’s Hair&Beauty Lounge sowie Katrin und Paulina Stöckle – die Akteure charakteristisch in Szene setzen.
Wer das Stück noch sehen möchte, hat an folgenden Terminen im Markelsheimer Pfarrsaal die Gelegenheit: Dienstag, 6. Januar (Dreikönig) 17.00 Uhr, Samstag, 10. Januar 19.30 Uhr, Sonntag, 11. Januar 17.00 Uhr sowie Samstag, 17. Januar, 19.30 Uhr. Kartenreservierungen sind noch bis zum 15. Januar bei Thomas Kimmelmann unter der Telefonnummer 07931/9231475 (ab 18.00 Uhr) möglich. Restkarten gibt es an der Abendkasse.
Tourismusverein Markelsheim
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