VORANZEIGE
Markelsheimer Dorfflohmarkt am 16. August 2026
Der Markelsheimer Dorfflohmarkt findet am Sonntag, 16. August von 11.00 bis 18.00 Uhr statt.
NÄHERE INFO HIER
Ein Programm voller sportlicher Höhepunkte bot der dritte Tag der 100-Jahr-Feier des TSV Markelsheim. Den Auftakt bildete am Sonntagvormittag der große Festzug aller Markelsheimer und befreundeter Vereine mit Fahnenabordnungen sowie der vier TSV-Abteilungen vom Marktplatz hinaus zum Festgelände am Sportplatz. Musikalisch begleitet wurde er von der Musikkapelle Markelsheim, die im Anschluss zum Frühschoppen im Festzelt aufspielte. Alle Umzugsteilnehmer präsentierten sich auf dem Sportplatz zu einem imposanten Gruppenbild.
Das Programm des Tages verantwortete komplett die Turn- und Fitnessabteilung. Zunächst zeigten auf der Bühne die Bambini, die Vorschulgruppe und die Turnmädchen ihr Können. Auf dem Freigelände wirbelten die Leistungsturnerinnen bei einer kleinen „Flugshow“ akrobatisch über die Matten. Auf einem Geschicklichkeitsparcours konnten vor allem kleine Besucher, aber auch Erwachsene ihre Gewandtheit testen.
Zu den Gratulanten des TSV zählte an diesem sportlichen Sonntag auch der Präsident des Schwäbischen Turnerbunds, Markus Frank, der selbst Mitglied des großen Markelsheimer Vereins ist. Und im Laufe des Nachmittags kam noch die freudige Kunde, dass die Tennisabteilung TSV Markelsheim 1 das entscheidende Spiel in der Herren Kreisklasse 1 gegen den TC Kirchheim gewonnen und sich damit ungeschlagen den Meistertitel und Aufstieg gesichert hat.
Unterdessen lief auf dem Sportplatz ein spannendes Völkerballturnier simultan auf vier abgesteckten Feldern. 20 Mannschaften hatten dafür gemeldet und sich wie bei den legendären Markelsheimer Buttenläufen teils recht witzige Namen gegeben – „Die Maschinen“, „Denken auf eigene Gefahr“, „Lochbachkeller“, „Rentnerbänkle“, Tennisabteilung TSV Markelsheim, „Team Lüfter“, Turnschule Mädchen 1, „Siegen ist geil“, „Maggas“, Jedermänner, „Die 3Beiner“, TSV Markelsheim Abteilung Fußball, „Team Warum tun wir uns das an“, „Ballermänner“, „Ball me maybe“, „Aerobic Mädels“, Jugendclub Markelsheim, „Familienchaos“, Turnschule Mädchen 2 und Tennis-Ausschuss. In der KO-Runde ging es dann um die Plätze: Es siegten „Die Maschinen“ vor TSV Markelsheim Abteilung Fußball, Dritter wurden „Die 3 Beiner“ und auf den vierten Platz kamen „Denken auf eigene Gefahr“.
Mit der Siegerehrung und einem abschließenden Flashmob auf der Bühne endete das offizielle Programm der 100-Jahr-Feier, bei der alle TSV-Abteilungen noch einmal deutlich zeigten, was in ihnen steckt. Rund 250 Helferinnen und Helfer – auch aus anderen Vereinen – waren vom Aufbau bis zum Abbau und bei der Bewirtung im Einsatz. Sie machten damit genau das sichtbar, was der Vorsitzende Andreas Lehr als Kern des Jubiläums beschrieb: „Das Gefühl, mehr zu sein als nur eine Gruppe.“
Schon beim Festabend zum 100-jährigen Bestehen des TSV Markelsheim am Freitag warf das Highlight des Samstags seine Schatten voraus: der von Fußball-Jugendleiter Christian Gundling organisierte Rekord-Buttenlauf. Gefühlt machte wohl jeder zweite Markelsheimer, von ganz jung bis etwas älter, mit. Die kleine Emma zum Beispiel war fast den ganzen Tag dabei und trug zum hervorragenden Ergebnis bei – ein Weltrekord, der zwar nicht im Guinnessbuch steht, aber wohl nicht so schnell gebrochen werden wird. 1168 Übergaben – entsprechend der aktuellen Mitgliederzahl des TSV – waren das Ziel und am Ende wurde diese Marke sogar deutlich übertroffen: 1231-mal war am Schluss jeweils eine mit Wasser gefüllte Butte in eine der drei pro Seite bereitstehenden Gelten ausgeleert worden. Dieser sportliche Einsatz kommt zudem einem guten Zweck zugute: Die insgesamt getragene Wassermenge wird, unterstützt durch Hauptsponsor Anton Bokmeier GmbH, in eine Spende für eine karitative Einrichtung umgewandelt.
Dem Startschuss folgten um 12.00 Uhr zunächst die Mädchen und Jungen der Grundschule. Danach legten sich zahlreiche Vereine und Gruppen – auch aus Nachbargemeinden – kräftig ins Zeug, um die anvisierte Zahl zu knacken. Auch Weinkönigin Jasmin und Ortsvorsteher Andreas Lehr trugen zum Ergebnis bei. Punkt 17.16 Uhr war das Ziel erreicht, doch die Motivation hielt an: 63 Buttenläufer gingen im Anschluss noch an den Start. Bei den hochsommerlichen Temperaturen sorgte überschwappendes Wasser beim Befüllen und Tragen der Butten für eine willkommene Abkühlung. Während viele Schaulustige das nasse Spektakel entspannt aus dem Schatten heraus verfolgten, standen für die jüngsten Besucher erfrischende Pools bereit.
Später hatten die Kinder der Markelsheimer Volks- und Winzertanzgruppe noch einen viel beklatschten Auftritt. Danach ging der Tag nahtlos in einen entspannten Samstagabend rund um das Festzelt über. Das sommerliche Wetter lud zum Feiern im Freien ein, während drinnen zur Musik der Taubertaler Musikanten getanzt wurde.
Volles Festzelt, gute Stimmung, Vereinsfamilie vereint: Am Freitagabend eröffnete der TSV Markelsheim das Jubiläumswochenende zum 100-jährigen Bestehen. Nach der Eröffnung der Ausstellung zur Vereinsgeschichte bildete ein sportliches Bühnenprogramm der vier Abteilungen den Festauftakt.
Andreas Lehr, erster Vorsitzender des TSV und Ortsvorsteher, eröffnete den Abend mit einem Blick ins vollbesetzte Festzelt und einer klaren Ansage an die Mitglieder: „Heute müsst ihr wirklich Gas geben und müsst richtig auch eine ordentliche Party draus machen." Der Abend sei ganz bewusst als Mitgliederabend geplant worden. Im Mittelpunkt des gesamten Wochenendes stehe das Jubiläumsmotto „Gemeinsam unschlagbar" – ein Leitgedanke, der nicht nur sportlich, sondern vor allem im ehrenamtlichen Miteinander gelten soll.
Lehr dankte der Tennisabteilung, die den Abend federführend gestaltet und die Dekoration übernommen hatte, dem gesamten Jubiläumsausschuss, der seit zwei Jahren an der Veranstaltung arbeite, sowie den externen Unterstützern: dem Weinbauverein, der den Ausschank übernommen hatte, und der Winzertanzgruppe, die einst selbst in einer Abteilung des TSV beheimatet war und nun die Verpflegung stemmte.
Weinkönigin Jasmin überbrachte die Glückwünsche an den Jubiläumsverein. Sie betonte, dass ein Verein weit mehr sei als Punkte, Tore und Erfolge: „Es geht vor allem um das, was Menschen verbindet: Zusammenhalt, Gemeinschaft und Freundschaft." Auch der zweite Vorsitzende Alexander Eidel wertete die zahlreich erschienenen Mitglieder als Zeichen großer Verbundenheit und Wertschätzung für die tägliche Arbeit in den vier Abteilungen und im Hauptausschuss.
100 Jahre TSV seien ein Grund zum Feiern, der mit Stolz, aber auch mit Demut erfülle, betonte Andreas Lehr: „100 Jahre TSV Markelsheim, das sind vor allem 100 Jahre Menschen, die sich für diese Gemeinschaft engagieren." Er wandte sich ganz persönlich an die Mitglieder als „größten Schatz, den der TSV Markelsheim hat". Er begrüßte Ehrenvorsitzenden Alois Schmidt sowie Ehrenmitglieder und weitere Gäste. Ein besonderer Dank galt den Sponsoren. Die Entwicklung des Vereins verknüpfte Lehr mit einem Satz, den Isaac Newton der Wissenschaft gewidmet hatte: „Wir können nur darauf aufbauen, was andere vor uns, für uns geleistet haben." Genau das, so Lehr, mache das Jubiläum aus: „Wir feiern jene, die über 100 Jahre für den Verein gearbeitet, geschwitzt und gekämpft haben – aber auch die heutigen Aktiven, die Jugend, die Senioren, die Trainer und Übungsleiter der vier Abteilungen und vor allem die stillen Helden im Hintergrund.“
Im Vorfeld hatten die Mitglieder in allen vier Abteilungen Mottovorschläge eingereicht – rund 60 Ideen landeten in der Sammelbox. Schriftführerin Melanie Frank bedankte sich für die rege Teilnahme und verkündete die Hauptgewinnerin: Melissa Schmidt, Tochter des Tennisabteilungsleiters Lars Schmidt, hatte „Gemeinsam unschlagbar" eingereicht.
Jede der vier Abteilungen präsentierte in einem zehnminütigen Beitrag, was sie ausmacht. Lars Schmidt, Abteilungsleiter Tennis und Moderator des Abends, führte durch das sportliche Programm. Die 1980 gegründete, seit 1984 dem TSV angeschlossene Tennisabteilung gehört zu den größten Tennisvereinen der Region. Sie hatte die Organisation des Mitgliederabends übernommen. Auf der Bühne wurde der Hit „Gute Laune" zu „Tennisbälle" umgedichtet, große und kleine Tennisasse wirbelten zu „Zehn kleine Tennisspieler" – angelehnt an den Tote-Hosen-Klassiker – über die Bühne.
Seit 1926 wird im TSV geturnt. Die Turnabteilung legte nicht nur den Grundstein für viele sportliche Karrieren, sondern übernahm im Jubiläumsjahr das gesamte Catering, organisierte die Sportabzeichen-Abnahme und gestaltet das Rahmenprogramm am Sonntag. Abteilungsleiter Alexander Eidel blickte auf ein erfolgreiches Jahr zurück: Beim Landesfinale des Schwäbischen Turnerbunds brachten die Jungs einen Landessieger, zwei zweite, zwei dritte Plätze und einen fünften Platz mit nach Hause. Auf der Bühne zeigten junge und ältere Turnerinnen und Turner vom Klimmzug bis zum Salto bei fetziger Musik, was die Vielfalt der Abteilung vom Leistungsturnen bis zum Breitensport ausmacht.
Die 1947 als TC Markelsheim gegründete, seit 1955 zur TSV-Familie gehörende Tischtennisabteilung umfasst 75 Mitglieder und war im Jubiläumsjahr für die komplette technische Infrastruktur des Festzelts zuständig – von der Strom- und Wasserversorgung bis zur Beleuchtung. Sportlich feierte sie eine Meisterschaft ohne Punktverlust in der Bezirksklasse und den Aufstieg in die Bezirksoberliga, im Pokalfinale wurde man Zweiter. Auf der Bühne zeigte Abteilungsleiter Andreas Olkus mit den Spitzenspielern Timo Schmidt und Thomas Kimmelmann einen Showwettkampf und lud den Ehrenvorsitzenden Alois Schmidt und Fußballtrainer Timo Hernadi zu einem Aufschlag-Wettbewerb mit exklusivem Preis ein: einer Trainingsstunde in der Turnhalle.
Seit 1945 wird in Markelsheim auf Vereinsebene Fußball gespielt, 1948 entstand der erste Sportplatz, seit 1969 ist die Abteilung fester TSV-Bestandteil. Über die Jahre wurden rund 1,1 Millionen Euro in die Anlage investiert. Im Jubiläumsjahr verantwortete die Abteilung die Organisation des Festzelts, die Getränkebeschaffung und federführend den Rekordbuttenlauf. Sportlich geht die aktive Mannschaft nach neun Abgängen mit einem neuen Trainerteam um Timo Hernadi und Yannick Grüner einen Neustart an. In der Jugend setzt man mit einer stabilen Spielgemeinschaft mit Weikersheim auf Nachwuchsförderung. Auf der Bühne verzichtete man auf sportliche Darbietungen und lud stattdessen zu einem Quiz ein, bei dem unter anderem herauskam, dass zwischen 1953 und 1969 in Markelsheim kein Fußball gespielt wurde und ein kurzzeitiger Jugendspieler sogar für Real Madrid die Fußballschuhe schnürte.
Einen heiteren Akzent setzte die Modenschau, für die mehrere TSV-Mitglieder zu Hause ihre alten Sportdressen ausgegraben hatten – mit viel 70er- und 80er-Jahre-Chic. Den unangefochtenen ersten Platz sicherte sich aber Turnsenior Willi Kimmelmann, der ein originales Turnerhemd mit Siegerkranz vorführte. 1959 hatte er im Alter von 19 Jahren mit dem Turnen begonnen und war schon drei Jahre später beim Landesturnfest in Göppingen dabei. Den Abschluss des Abends bildete der Jubiläumsfilm, der bereits beim Festakt in der Turnhalle gezeigt worden war und viele emotionale Momente mit Menschen verband, die dem TSV verbunden sind. Nach einem Flashmob zum Ki-generierten TSV-Hit sorgten „Tim mit Band“ für musikalische Unterhaltung.
Der TSV Markelsheim feiert sein 100-jähriges Jubiläum. Eine historische Ausstellung mit den privaten Schätzen des ehemaligen Turnwarts Klaus Gschwind macht die bewegte Vergangenheit des Vereins wieder lebendig.
Zum Auftakt seines großen Festwochenendes anlässlich des 100-jährigen Bestehens lud der TSV Markelsheim zu einer faszinierenden Zeitreise ein. Mit einer umfangreichen Ausstellung historischer Bilder, Urkunden, Wimpel und Karten wurde die bewegte Geschichte des 1926 gegründeten Sportvereins lebendig. Ortsvorsteher Andreas Lehr würdigte die im Sportheimanbau präsentierte Schau als wertvolle Zeitkapsel. Sie zeige nicht nur die Historie des Vereins, sondern rücke vor allem die Menschen in den Mittelpunkt, die den TSV in all den Jahrzehnten geprägt haben. Ein besonderer Dank Lehrs ging dabei an den Ehrenvorsitzenden Alois Schmitt und Schriftführerin Melanie Frank für die Konzeption sowie an die Agentur WTG Resonanz, die das Jubiläumsjahr gestalterisch begleitet.
Den Löwenanteil der gezeigten historischen Schätze steuerte Klaus Gschwind bei. Der leidenschaftliche Sammler, der selbst viele Jahre lang als Turnwart des TSV aktiv war, öffnete für das Jubiläum sein gewaltiges Privatarchiv, das Alois Schmitt anerkennend als regelrechtes „Museum für Markelsheim“ bezeichnete. Jahrelang lagerten viele dieser kostbaren Dokumente sicher verwahrt in einem Koffer auf dem heimischen Dachboden. Für die Ausstellung wurden sie nun – frisch von Gschwinds Frau „aufgebügelt“ – der Öffentlichkeit präsentiert.
Dabei reicht die Ausstellung sogar bis in die Zeit vor der offiziellen Vereinsgründung zurück. Ehrenvorsitzender Alois Schmitt verriet bei der Eröffnung ein spannendes Detail zur Entstehung, das er in einer alten Sütterlin-Notiz der Tauber-Zeitung vom 3. September 1925 entdeckte: Nachbarvereine aus Mergentheim, Weikersheim und Lauda unterstützten damals mit einem Schauturnen eine aufstrebende Bewegung von rund 50 sportbegeisterten Markelsheimer Jugendlichen. Inoffiziell begann die Vereinsgeschichte also bereits 1925, bevor 1926 die offizielle Gründung und Anmeldung folgte.
Zu den ältesten und wertvollsten Stücken der Ausstellung zählen Erinnerungsstücke von Deutschen Turnfesten aus den Jahren 1903 in Nürnberg, 1908 sowie 1913 in Leipzig. Neben alten Gründungsurkunden, originalen „Turnklamotten“ und Aufzeichnungen über die damalige Massengymnastik wird die Historie besonders bei den lokalgeschichtlichen Meilensteinen greifbar. Die Besucher können auf teilweise akribisch beschrifteten Fotografien alte Weggefährten und eigene Vorfahren wiederentdecken. Ein schönes Beispiel hierfür sind die Aufnahmen der Fahnenweihe von 1952, auf denen auch die damaligen Festdamen zu sehen sind.
Auch der Turnhallenbau nimmt einen wichtigen Platz ein: Zwischen 1953 und 1955 errichteten die Vereinsmitglieder in einem enormen gemeinschaftlichen Kraftakt ihre eigene Turnhalle, nachdem zuvor in der alten Gemeindedarre geturnt worden war. Dass diese ehrenamtliche Hingabe bis heute fortlebt, zeigt sich auch in den Auszeichnungen des Vereins: Auf eigens angefertigten Ehrentafeln sind alle Preisträger des seit 1977 vergebenen Alfons-Müller-Gedächtnispreises (der sogenannte „Gaul“) verewigt.
Die gute Nachricht für alle, die am Eröffnungswochenende nicht dabei sein konnten: Die Ausstellung wird nicht sofort wieder abgebaut, sondern bleibt noch für vier bis acht Wochen bestehen. Wer tiefere Einblicke wünscht, kann zudem auf Anfrage Führungen mit Klaus Gschwind, Alois Schmitt oder Melanie Frank vereinbaren. Für all jene, die die Geschichte mit nach Hause nehmen möchten, liegt zudem die umfassende und neu erstellte Festschrift bereit.
Ein ganzes Jahrhundert im Zeichen des Sports, der Gemeinschaft und des ehrenamtlichen Engagements gipfelt im großen Jubiläumswochenende des TSV Markelsheim vom 24. bis 26. Juli. Das dreitägige Programm auf dem Sportgelände am Unteren Wasen bringt viel Sport, Unterhaltung – und den Versuch, einen Weltrekord aufzustellen.
Was im Gründungsjahr 1926 als kleine Turngemeinschaft in wirtschaftlich schwierigen Zeiten begann, hat sich über zehn Jahrzehnte hinweg zu einer echten Erfolgsgeschichte entwickelt. Mit heute rund 1200 Mitgliedern ist der TSV eine tragende Säule des gesellschaftlichen Lebens in Markelsheim. Zum runden Geburtstag wurde diese bewegte Geschichte – vom mühsamen Neuanfang nach dem Krieg bis hin zur Entwicklung als moderner, familienfreundlicher Breitensportverein – in einer neuen Vereinschronik liebevoll aufgearbeitet. Mit diesem historischen Fundament im Rücken richtet sich der Blick nun auf das bevorstehende Festwochenende, das der Verein mit seinem großen Gemeinschaftssinn komplett in Eigenregie stemmt.
Programm-Start am 24. Juli
Der Startschuss fällt am Freitag, 24. Juli, mit einem offenen Mitgliederabend, der ganz bewusst auf lange Grußworte verzichtet. Stattdessen steht ab 19 Uhr ein kurzweiliges Unterhaltungsprogramm im Mittelpunkt, das von den vier Abteilungen – Tennis, Tischtennis, Fußball sowie Turnen und Fitness – gestaltet wird. Neben einer Modenschau mit Prämierung und der Premiere eines exklusiven Jubiläumsfilms dürfen sich die Besucher auf einen großen Flashmob freuen, bevor ab 22 Uhr „Tim mit Band“ bei Barbetrieb zur Geburtstagsparty einlädt. Wer tief in die Historie eintauchen möchte, kann bereits ab 18 Uhr die Ausstellung „100 Jahre TSV erleben“ im Anbau der Fußballabteilung besuchen. Sie wird außerdem am Samstag von 13.00 bis 18.00 Uhr und am Sonntag von 11.00 bis 18.00 Uhr geöffnet sein. Die Schau präsentiert alte Vereinsschätze vor allem aus der Sammlung von Klaus Gschwind. Die ersten Urkunden und Krüge stammen tatsächlich aus dem Gründungsjahr 1926.
Buttenlauf-Rekord: Alle sollen mitmachen
Der Samstag steht dann ganz im Zeichen sportlichen Ehrgeizes und typischen Markelsheimer Weinort-Flairs. Ab 12.00 Uhr wagt der TSV einen spektakulären Rekordversuch: Bei einem so noch nicht dagewesenen „Rekord-Buttenlauf“ sollen exakt 1168 Übergaben mit der Butte geschafft werden – passend zur exakten Mitgliederzahl des Vereins. Um diese magische Marke zu knacken, ist die gesamte Bevölkerung, ob Jung oder Alt, aufgerufen mitzumachen. Für jeden Teilnehmer stehen passende Buttengrößen und Füllmengen bereit, so dass jeder nach seinen Möglichkeiten helfen kann. Als Dankeschön winkt nicht nur ein Freigetränk, sondern die insgesamt getragene Wassermenge wird, unterstützt durch den Hauptsponsor Anton Bokmeier GmbH, in eine Spende für eine karitative Einrichtung umgewandelt. Parallel sorgt ab 13 Uhr eine Poolparty mit Liegen und Vibes für Abkühlung und Sommerfeeling. Auftritte der Markelsheimer Volks- und Winzertanzgruppe ab 17.30 Uhr leiten über zum zünftigen Festzeltabend mit den „Original Taubertaler Musikanten“.
Festzug am Sonntagvormittag
Traditionell und familiär klingt das Jahrhundert-Wochenende schließlich am Sonntag aus. Um 9.30 Uhr formiert sich am Marktplatz ein Festzug der Markelsheimer Vereine, der gemeinsam zum Sportgelände zieht. Dort spielt die Musikkapelle Markelsheim ab 10.30 Uhr zum gemütlichen Frühschoppen und Festbetrieb auf. Der Nachmittag gehört dann ganz den jüngsten Gästen und Familien: Nach den Auftritten der Kinderturngruppen locken ab 13 Uhr eine Jubiläums-Rallye sowie Kaffee und Kuchen. Ein großes Völkerballturnier sorgt ab 14.30 Uhr für sportliche Action und findet am späten Nachmittag mit der Siegerehrung seinen krönenden Abschluss.




Zwei laue Sommernächte, unterhaltsame Klänge von Blasmusik bis Rock, coole Drinks und entspanntes Beisammensein - das Hoffest im Weingut Braun machte wieder mal viel Spaß. Zu Besuch waren Markelsheims Weinkönigin Jasmin und die Taubertäler Hoheit Mareike zusammen mit Ortsvorsteher Andreas Lehr. Auch Landtagsabgeordneter Gerd Bayer schaute vorbei. Die musikalische Unterhaltung steuerten 3style, die Blaskapelle aus Hemmendorf und Full Circle bei.
Die Übergabe des Jakobshofs von Conny und Thomas Lehr an ihren Sohn Elias am 1. Juli wurde zu einem ganz speziellen „Markelsheimer Mittwoch“. Das Fest für den ganzen Ort setzte ein deutliches Zeichen für die Vitalität, Kreativität und Innovationskraft der heimischen Landwirtschaft. Im Rahmen der „Gläsernen Produktion“ wurde nicht nur ein gelungenes Familienereignis, sondern auch das beeindruckende Lebenswerk zweier Generationen gefeiert.
Die stürmische Nacht zuvor hatte den Festaufbau im wahrsten Sinne des Wortes durcheinandergewirbelt, so dass am Morgen für die Familie und helfende Freunde zunächst Wiederaufbau auf dem Programm stand. Das enorm große Publikum konnte die Schwierigkeiten nicht einmal ansatzweise erahnen. Die Besucher erlebten bei schönem Wetter eine beeindruckende Agrarmesse mit großer Geräteschau, Ständen verschiedener landwirtschaftlicher Organisationen, einem großen Spielbereich für Kinder mit zwei Hüpfburgen, einer Miniatureisenbahn, chilligen Relax-Bänken auf der Wiese, zahlreichen Essens- und Getränkeangeboten, viel Platz zum Feiern auf klassischen Biertischgarnituren sowie zünftiger Musik der „Rotweinschlotzer“ aus Münster und einem kleinen Spontanauftritt des Gesangvereins „Liederkranz“, dessen Vorsitzender Elias Lehr ist.
Die ganze Familie präsentierte sich auf der Bühne, als Conny und Thomas Lehr auf die Entwicklung des Jakobshofs zurückblickten. Es folgte die durch einen großen Schlüsselbund symbolisierte offizielle Hofübergabe von Thomas an Elias Lehr und seine Frau Vanessa. Elias würdigte neben dem Dank an seine Eltern und Geschwister seinen brüderlichen Freund Jochen Leuchs, der ihm stets zu Seite stehe und unverzichtbar für die Hofarbeit sei.
Die Bedeutung des Jakobshofs wurde in den Grußworten der Ehrengäste deutlich. Landrat Christoph Schauder zeigte sich tief beeindruckt von der Resonanz des Festes und betonte, dass der konsequente Ausbau des Betriebs sowie die touristischen Meilensteine – wie die Fahrten im Gelben Wagen oder die Übernachtungen in den Weinfässern – keineswegs selbstverständlich seien. Auch für die kommenden Jahrzehnte sicherte er die verlässliche und faire Partnerschaft des Landkreises zu. Ortsvorsteher Andreas Lehr hob die enorme Außenwirkung des Hofes hervor, der als echtes Aushängeschild für Markelsheim wertvolle touristische Impulse setze. Neben den betrieblichen Leistungen würdigte er insbesondere das herausragende ehrenamtliche Engagement der gesamten Familie im Dorfleben. Markelsheims Weinkönigin Jasmin Kuhnhäuser schloss sich den Dankesworten an und wünschte dem neuen Hofchef Elias für die Zukunft viel Kraft, kluge Entscheidungen und das nötige Quäntchen Glück, um den Hof als Ort der Gastfreundschaft und Gemeinschaft mit Stolz fortzuführen.
Dass dieser Generationenwechsel so harmonisch verläuft, sei das Ergebnis professioneller Vorbereitung und tiefen familiären Zusammenhalts, so Veronika Grossenbacher, stellvertretende Geschäftsführerin des Evangelischen Bauernwerks Hohebuch. Der Kreisvorsitzende des Bauernverbandes, Reinhard Friedrich, würdigte den ausgeprägten unternehmerischen Weitblick von Conny und Thomas Lehr, die sich stets weitergebildet und engagiert hätten. Für eine humorvolle Note sorgte Volksbank-Vorstand Michael Schneider, der die Geschichte des fusionierten Bankhauses mit der Entwicklung des Fuhrparks des Jakobshofs verglich – man sei über Jahrzehnte gemeinsam gewachsen. Er überreichte zwei symbolische Zwergen-Skulpturen des Künstlers Ottmar Hörl: einen blauen „Peace & Victory“-Zwerg sowie einen roten Zwerg, der bei künftigen Abstimmungen innerhalb der GbR augenzwinkernd Schützenhilfe leisten soll.
Klaus Wunderlich, Seniorchef der Herbsthäuser Brauerei, bezeichnete den Jakobshof als feste, hochgeschätzte Marke im Taubertal, hinter der viel Herzblut, Schmerz und Freude stecken. Besonders erfreut zeigte er sich über das Hof-Logo, das neben der Weintraube auch eine Gerstenähre enthält und somit die Treue der Lehrs zum heimischen Braugerstenanbau symbolisiert. Auch Oberbürgermeister Udo Glatthaar sprach vom Jakobshof als „Marke“ sowohl im landwirtschaftlichen wie im touristischen Bereich und beglückwünschte die Familie zur erfolgreichen Hofübergabe.
Neben Glückwünschen an die Familie gab es auch Geschenke von vielen Freunden, so unter anderem eine Miniatur der XXL-Bank, eine normal große Sitzgelegenheit also für die zwei Neu-Ruheständler, falls diese sich einmal ausruhen wollen – was kaum zu erwarten ist…
Was heute so selbstverständlich und harmonisch wirkt, ist das Ergebnis jahrzehntelanger harter Arbeit, mutiger Entscheidungen und eines unerschütterlichen Familienzusammenhalts. Die Weichen für den heutigen Jakobshof wurden Mitte der 1980er-Jahre gestellt. Es war keine leichte Zeit, als der junge Thomas Lehr nach dem Tod seines Vaters den elterlichen Betrieb übernehmen musste. Doch er brachte mit, was den Hof bis heute prägt: bodenständigen Fleiß und den Willen, neue Wege zu gehen. Nach ihrer Hochzeit bildeten Conny und Thomas das Fundament, auf dem der Jakobshof Schritt für Schritt zu einem breit aufgestellten, modernen Vorzeigebetrieb heranwuchs. Vieles wuchs organisch aus der täglichen Praxis und dem Gespür für Markt und Natur. Die Landwirtschaft wurde ausgebaut und technisch stark zukunftsfähig ausgerichtet. Neue Hallen und erweiterte Lagerkapazitäten schufen Raum für Wachstum. Neben der klassischen Landwirtschaft und dem Weinbau bauten die Lehrs die hofeigene Brennerei aus. Später folgten touristische Angebote rund um den Wein, moderne Übernachtungsmöglichkeiten, maßgeschneiderte Gästeführungen, der Hofladen, kreative Veranstaltungen und Aktionen wie etwa die XXL-Bank am Tauberberg. Das Ziel war immer klar: Den Hof wirtschaftlich tragfähig zu halten und gleichzeitig einen Erlebnisort für Menschen zu schaffen.
Dass dieser unermüdliche Einsatz Früchte getragen hat, ist längst offiziell verbrieft. Besonders stolz ist man auf die Anerkennung im Bereich Nachhaltigkeit und Frauenpower: Conny Lehr stand gleich dreimal im Finale des renommierten CeresAward in Berlin – eine der höchsten Auszeichnungen der gesamten Branche. 2019 wurde Conny Lehr vom Bundeswirtschaftsministerium als „Role Model“ für das Projekt „Frauen unternehmen“ ausgewählt, um als offizielles Vorbild andere Gründerinnen und Unternehmerinnen zu inspirieren. Seit 2019 trägt der Hof das angesehene TourCert-Siegel, welches den Jakobshof als zertifizierten Nachhaltigkeitsbetrieb auszeichnet. 2018 wählte der SWR den Familienweinberg direkt am Haus zum „zweitschönsten Weinerlebnisplatz von Baden und Württemberg“. Passend dazu folgte 2023 die Auszeichnung als „Weinsüden Winzer“.
Hinter dem Erfolg des Jakobshofs steht eine starke Familie. Neben Conny und Thomas haben die Kinder Alexandra, Yvonne, Sophia und Elias das Hofleben von klein auf miterlebt und geprägt. Nun wurde ein neuer Meilenstein in der Hofgeschichte gelegt: Die Hofübergabe. Elias übernahm offiziell den Betrieb und führt mit seiner Frau Vanessa und dem ersten Nachwuchs die Familientradition in die Zukunft.
Mit einem kleinen Feuerwerk klang nach Einbruch der Dunkelheit das Fest aus – ein Markelsheimer Mittwoch in einer eindrucksvollen Dimension.
Zur Fotogalerie
Tourismusverein Markelsheim
Facebook | Instagram | Youtube
Kontakt | Impressum | Datenschutzhinweis | Wir über uns | Pressespiegel | Newsletter