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Dass die Feuerwehr in Markelsheim weit mehr ist als eine bloße Einsatzabteilung, wurde bei der diesjährigen Jahreshauptversammlung im vollbesetzten Schulungsraum deutlich. Eine beeindruckende Bilanz konnte präsentiert werden: Mit 137 Mitgliedern, modernster Technik, hervorragender Ausbildung und guter Jugendarbeit ist die Abteilung ein unverzichtbarer Pfeiler der Mergentheimer Gesamtwehr.
Abteilungskommandant Sebastian Sieber begrüßte zur Versammlung zahlreiche Ehrengäste begrüßen, darunter den Leiter der Feuerwehr Bad Mergentheim, Christian Schulz, sowie Ortsvorsteher Andreas Lehr und fast den gesamten Ortschaftsrat. Sieber betonte in seinem Bericht, dass die Abteilung aktuell 137 Mitglieder zählt, wovon 72 Kameradinnen und Kameraden in der Einsatzabteilung aktiv Dienst leisten. Ein zentrales Thema des vergangenen Jahres war die Modernisierung. Neben der Einführung der digitalen Alarmierung und des neuen Verwaltungsprogramms stand die Fahrzeugplanung im Fokus. Aufgrund technischer Defekte am alten Wechselladerfahrzeug wurde eine Ersatzbeschaffung inklusive eines neuen Abrollbehälters mit 10.000 Litern Wasser auf den Weg gebracht. Die Fahrzeugweihe ist für den 9. August 2026 geplant.
Schriftführer Jens Gundling untermauerte die Professionalität der Wehr mit Zahlen: 29 Einsätze wurden im Jahr 2025 absolviert, darunter fordernde Brände wie im Caritas-Krankenhaus oder Überlandhilfe bei Großbränden in Reckerstal und Herrenzimmern. Zahlreiche Mitglieder investierten ihre Freizeit in Lehrgänge und das Absolvieren von Leistungsabzeichen. Die silberne Variante erhielten Fabian Gundling, Tobias Hellenschmidt, Markus Pickel, Sabrina Sieber, Leonie Stilling und Eduard Weber. Das Leistungsabzeichen in Gold erwarben Robin Lochner und Jochen Leuchs. Den Truppführer-Lehrgang schlossen Fabian Gundling, Luca Kemmer, Kai Kimmelmann, Nino Pröger, Marcel Schaller und Marvin Schaller erfolgreich ab.
Ein wichtiger Bereich in der Abteilung ist die Jugendarbeit. Jugendleiter Christian Lehr, der das Amt von Marco Tatusch übernahm, berichtete von einem Zuwachs auf 15 Jugendliche. Highlights waren die Besichtigung der Leitstelle in Stuttgart sowie eine 24-Stunden-Übung, bei der die Jugendlichen unter realitätsnahen Bedingungen vom Mülltonnenbrand bis zur Personensuche alles meisterten. Auch die Kindergruppe unter der Leitung von Sandra Bauer und Sabrina Sieber floriert. Mit zwölf Kindern ist die Gruppe voll besetzt, und es gibt noch eine Warteliste. Ein großer Erfolg war die Abnahme des „Kinderfunkens“ der Stufen 1 und 2, bei dem 27 Kinder ihr Wissen unter Beweis stellten.
Der Spielmannszug, vertreten durch Christian Weidinger und den musikalischen Leiter Michael Kronhofmann, blickt auf 15 Auftritte zurück. Besonders freute man sich über den Neuzugang an der Flöte: Ortschaftsrätin Christine Kuhnhäuser verstärkt nun das Ensemble. Im Jahr 2026 feiert der Spielmannszug sein 70-jähriges Jubiläum, das gemeinsam mit der Fahrzeugweihe ein großes Festwochenende verspricht.
Ortsvorsteher Andreas Lehr sparte nicht mit Lob: „Wir haben hier eine tolle junge Truppe mit erfahrenen Kräften – eine Mischung, die einfach passt.“ Er betonte, dass die Markelsheimer Wehr eine „absolute Stütze der Gesamtfeuerwehr“ sei. Lehr schlug in seinem Grußwort den Bogen zum gesamten Ort: „Markelsheim erlebt 2026 ein Extremjubiläumsjahr“, betonte er mit Blick auf den TSV, die Kolpingsfamilie, Frauenbund und Kindergarten sowie natürlich den Spielmannszug der Feuerwehr, der sein 70-jähriges Bestehen feiert. Dieser sei ein „Aushängeschild für die gesamte Stadt und den Main-Tauber-Kreis“. Trotz schwieriger Haushaltslage habe die Sicherheit oberste Priorität, versicherte Lehr. Zwar müsse das neue Löschfahrzeug HLF 10 noch warten, doch die Investitionen in den Fuhrpark und die Gerätehäuser (wie aktuell in Stuppach) zeigten, dass die Stadt hinter ihren Rettern stehe. Nach seinem Grußwort erwirkte der Ortsvorsteher die einstimmige Entlastung aller Kassenverantwortlichen.
Der Leiter der Feuerwehr Bad Mergentheim, Christian Schulz, gab einen tiefen Einblick in die technische Modernisierung. Er reflektierte die Einführung der digitalen Meldeempfänger, die zwar anfangs für „Silvester-Überraschungen“ sorgten, aber einen Quantensprung in der Alarmierung darstellten. Besonders hob er das neue Gefahrgutkonzept hervor: Die Abteilungen Stadt, Markelsheim und Wachbach rücken hier noch enger zusammen, um im Ernstfall schneller als überregionale Spezialkräfte agieren zu können. „Wir bringen mehr PS auf die Straße“, so Schulz. Er lobte zudem die „ehrliche und direkte Art“ von Abteilungskommandant Sebastian Sieber – eine Zusammenarbeit auf Augenhöhe, die Früchte trage.
Wahl, Beförderungen und Ehrungen
Ein wichtiger Punkt der Versammlung war die Wahl der Abteilungsführung. Sebastian Sieber wurde für weitere fünf Jahre im Amt bestätigt. Zum Feuerwehrmann befördert wurde Bastian Bamberger, Oberfeuerwehrmänner sind nun Marvin Schaller und Luca Kemmer, Hauptfeuerwehrmänner Jens Gundling und Eduard Weber. Zu Löschmeister/innen ernannt wurden Thomas Bauer und Eileen Kuhn.
Für langjährigen Dienst geehrt wurden Thomas Olkus (50 Jahre), Friedrich Gundling (40 Jahre) sowie für 25 Jahre Jochen Herschlein, Alexander Ikas, Norbert Mittnacht und Sebastian Sieber und für 15 Jahre Timo Gehrig und Marvin Lochner.
Aus dem aktiven Dienst verabschiedet wurden nach 48 Jahren Thomas Lehr sowie Gernot Gehrig, der seit 2007 Mitglied der Abteilung war und mit 65 Jahren nun zur Altersabteilung stößt.
Das Jahreskonzert der Musikkapelle Markelsheim in der prall gefüllten Turn- und Festhalle war ein Plädoyer für die Vielseitigkeit moderner Blasmusik. Unter dem Motto „We Will Entertain You“ bot das 37-köpfige Ensemble am Samstagabend ein Programm, das von 90er-Jahre-Nostalgie bis zu sinfonischer Rock-Poesie reichte und dabei auch Zusammenhalt und Gemeinschaft feierte.
In ihrer Begrüßung machte Vorsitzende Verena Hüttl deutlich, mit wie viel Herzblut dieser Abend vorbereitet wurde. Im großen Publikum begrüßte sie unter anderem Ehrendirigent Gerd Landkammer, Ehrenvorsitzender Karl Ikas, Blasmusikverbandsvorsitzender Martin Dasing, Ortsvorsteher Andreas Lehr und Weinkönigin Selina Gundling. Bevor die ersten großen Melodien erklangen, holte die Vorsitzende mit Jugendvertreterin Rebeca Schulz ein Geburtstagskind nach vorne. Für die erste Flügelhornistin stimmte die gesamte Halle ein gemeinsames Ständchen an. Die Vorsitzende würdigte Rebecas Engagement, insbesondere in der Nachwuchsarbeit, die mit aktuell 20 jungen Musikern Früchte trägt.
Das abwechslungsreiche Programm startete majestätisch mit dem Konzertmarsch „Salemonia“ von Kurt Gäble, bevor das Orchester eine „zeitreisefähige“ Premiere feierte. Im Medley „We Will Entertain You“ bewiesen die Damen des Holzregisters beim Spice Girls-Hit „Wannabe“ Mut zur Gesangseinlage. Verena Hüttl hatte zuvor schmunzelnd an die Probenphasen erinnert, in denen die Fenster „besser geschlossen blieben“. Doch das Ergebnis war pure Energie, von „Backstreet‘s Back“ bis „Barbie Girl“ entführte das Orchester mitreißend in die 1980er-Jahre.
Einen Moment der Besinnung bot das von Johan de Meji arrangierte und schottisch angehauchte „The Glory Of Love“, eingeleitet durch die Einladung, beim Zuhören an die Liebsten zu denken. Den dramaturgischen Höhepunkt des ersten Teils bildete „Queen In Concert“. Die „Bohemian Rhapsody“ gilt aufgrund ihrer sprunghaften Struktur als Reifeprüfung. Der berüchtigte „Beelzebub“-Mittelteil wurde mit rhythmischer Akuratesse und instrumentaler Virtuosität dargeboten, welche die dramatische Wucht der Rock-Legenden perfekt einfingen. In der Moderation wurden Parallelen zum Musical „We Will Rock You“ gezogen und die Wichtigkeit von Individualität in der Musik betont: Dirigent Stephan Deppisch sei wie der Bohemian, der die Musik im Herzen trägt und sie nach außen bringt. Der Titel „We Are The Champions“ als Abschluss von „Queen in Concert“ unterstrich passend die Qualität dieses Orchesters, auf das der Weinort wahrlich stolz sein kann.
Dass Blasmusik weit mehr als „Humba Täterä“ ist, verdeutlichte die Musikkapelle bei der Polka „Am Kolomansberg“. Sie ist dem Hausberg der Gruppe Brassaranka aus Oberösterreich gewidmet, für die dieses Stück geschrieben wurde. Charmant wurde erläutert, dass diese Musikrichtung die Herzen durch den intelligenten Wechsel zwischen den Registern erreiche. Bevor es mit der Bravourpolka „Auf dem Heimweg“ von Jaroslav Sestak-Marek in die Pause ging, nutzte Verena Hüttl die Bühne für ein Dankeschön an die Volks- und Winzertanzgruppe, die einmal mehr die Bewirtung der Gäste übernommen hat. Besonderen Applaus erhielt der junge Jakob Glöckner, der seit November keine einzige Minute der Probe verpasst hatte und dafür mit seinem ersten Auftritt beim Jahreskonzert belohnt wurde. Auch Neuzugang Markus Limbrunner am Schlagzeug wurde herzlich willkommen geheißen.
Nach der Pause setzte die „Concert Fanfare“ von Kees Vlak ein glanzvolles Signal für den zweiten Teil des Konzertabends. Ein besonderes Augenmerk lag danach auf der Nachwuchsförderung: Bei Coldplays „Viva La Vida“ und dem energetischen „Shut Up And Dance“ von Walk The Moon verstärkten zwei weitere Jungmusiker – Jannik Tatusch am Schlagzeug und Lino Ruck am Tenorhorn – das Ensemble. Ihre Integration fügte sich organisch in den modernen Sound ein und setzte ein Zeichen für die vitale Zukunft der Musikkapelle. Dass die Jugendarbeit Früchte trägt, bewiesen die 20 anwesenden Ausbildungskinder in ihren neuen roten T-Shirts.
Mit einem Augenzwinkern entführte das Orchester die Gäste anschließend zu einem „Besuch bei Offenbach“. Zwischen rasanten Galopp-Rhythmen und lyrischen Walzern blitzten Melodien auf, die nicht nur Operettenfreunde erfreuten, sondern auch Fußballfans des FC Bayern oder VfL Bochum wegen bekannter Torhymnen zum Schmunzeln brachten. Die Leichtigkeit des französischen Geistes kulminierte im mitreißenden, technisch sauber umgesetzten „Cancan“.
Der emotionalste Moment des Abends gehörte der Pavane, einem langsamen, würdevollen höfischen Tanz. Auf der abgedunkelten Bühne, nur durch das sanfte Leuchten der Pultlichter erhellt, widmete das Orchester die „Pavane In Blue“ von Ted Huggens allen verstorbenen Mitgliedern – insbesondere dem unvergessenen Stadtmusikdirektor Franz Reinhardt – als musikalisches Innehalten und stilles Dankeschön. Die Solisten Nina Helebrand am Altsaxophon und Jochen Popp (Trompete) verliehen dem Lied mit seiner warmen, getragenen Klanglandschaft in melancholischer Blues-Stimmung lyrische Tiefe und Gänsehautmomente.
Ortsvorsteher Andreas Lehr fand in seinem Grußwort deutliche Worte der Anerkennung: „Markelsheim wäre ohne das, was ihr macht, nur halb so schön.“ Er dankte dem „Spitzenorchester“ für seinen unermüdlichen Einsatz als Botschafter des Dorfes und lobte Dirigent Stephan Deppisch für eine „geniale Programmauswahl“. Verena Hüttl gab das Lob direkt an ihre Mannschaft weiter: „Wir haben im letzten Jahr gezeigt, dass wir ein geiler Haufen sind – auch außerhalb des Proberaums.“ Ihr besonderer Dank galt dem Dirigenten, der mit Geduld und musikalischem Wissen selbst aus schwierigen Probenphasen Höchstleistungen herauskitzle. Zudem wurden mit Alexandra Mütsch und Malte Harpf weitere Neuzugänge gewürdigt, die das Orchester klanglich verstärken.
Mit dem Welthit „One Moment In Time“ aus der Feder von Albert Hammond und interpretiert von Whitney Houston als inoffizielle Hymne der Olympischen Spiele in Seoul, setzte der Verein ein musikalisches Denkmal für Erfolg und Disziplin. Mit dem Klassiker „Amazing Grace“ und dem abschließenden Markelsheimer Lied schloss sich der Kreis. Hier kehrte das Orchester zu seinen Wurzeln zurück und entließ das Publikum mit einem Gefühl von Verbundenheit und Stolz. Beim Heimatmarsch, arrangiert von Gerd Landkammer, hielt es niemanden mehr auf den Stühlen und das Publikum sang aus voller Kehle die Hymne „Ein Markelsheimer bin ich“ mit.
Mit dem Jahreskonzert hat der Musikverein Markelsheim einmal mehr bewiesen, dass Tradition und Moderne, Jugend und Erfahrung sowie Ernsthaftigkeit und pure Lebensfreude in harmonisch zusammenfinden können. Ein „Moment in Time“, der sicher nachklingen wird.
1. Sachstand und Ablauf der Sanierung des Bahnhofes Markelsheim, Informationen durch die Westfrankenbahn
Der Ortsvorsteher begrüßt Herrn Lippert von der Westfrankenbahn und bittet darum, den aktuellen Sachstand und den Verlauf der Maßnahme darzustellen.Herr Lippert stellt die bisherige Zeitplanung vor und teilt mit, dass der Zeitplan wie vorliegend eingehalten werden kann.Im Februar 2026 werden zunächst vorbereitende Maßnahmen und die Freimachung des Baufeldes erfolgen. Im März 2026 beginnt die Baumaßnahme. Die Fertigstellung bleibt für Juni 2026 vorgesehen. Im Nachgang wird der Bahnübergang in Richtung Igersheim saniert. Die Arbeiten sollen im September abgeschlossen werden.
Der Ortsvorsteher richtet die folgenden Fragen an Herrn Lippert:
2. Haushaltsplan 2026 — Maßnahmen und Projekte in Markelsheim
Im Haushaltsplan 2026 enthaltene Maßnahmen:
3. Bürgerfragestunde
Es ergaben sich mehrere Anfragen aus der Bürgerschaft zur Baumaßnahme der Westfrankenbahn.
4. Bekanntgaben
Im Anschluss nicht öffentliche Sitzung.
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